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AMTS-Ampel - Arzneimitteltherapiesicherheit bei Patienten in Einrichtungen der Langzeitpflege

AMTS-Ampel

 

Projektkennung VfD_AMTS-Ampel_12_002078
Laufzeit von 06/2012 bis 05/2015
Webseitewww.amts-ampel.de
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) In diesem vom Bundesgesundheitsministerium für Gesundheit geförderten Projekt werden unerwünschte Arzneimittelereignisse (UAE) sowie deren medizinische und pflegerische Konsequenzen in Altenheimen quantifiziert. Desweiteren wird der Effekt einer interdisziplinären Intervention im Vergleich zur Basiserhebung nach 6 Monaten und die
Nachhaltigkeit der Intervention über weitere 6 Monate gemessen.

Hintergrund / Ziele In diesem Projekt sollen unerwünschte Ereignisse, die im Zusammenhang mit der Arzneimitteltherapie in Alten- und Pflegeheimen stehen, quantifiziert und durch eine interdisziplinäre edukative Intervention reduziert werden. Damit soll eine bereits auf ihre Machbarkeit hin entwickelte und geprüfte Intervention (Thürmann & Jaehde, 2011) im Hinblick auf ihre Wirksamkeit evaluiert werden. Mit Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern wurden zwei Modellregionen für jeweils ein neues und ein altes Bundesland sowie jeweils eine eher urbane und eine ländliche Region ausgewählt. Die Ergebnisse sollen einen Beitrag zur Erhöhung der Arzneimitteltherapiesicherheit in Altenheimen unter den Bedingungen des Gesundheitssystems in Deutschland leisten.

Methodik Die Studie beinhaltet drei Querschnittsanalysen. In der Vorlaufphase werden seitens der Allgemeinmedizin Hausärzte rekrutiert, deren Fortbildungen inhaltlich geplant und terminiert. Anschließend erfolgt die Rekrutierung der entsprechenden Heime und der Therapiebeobachtungsbogen wird in den Einrichtungen der Langzeitpflege eingeschult. In der ersten Basiserhebung werden die unerwünschten Arzneimittelereignisse (UAE) von Klinischen Pharmazeuten in den teilnehmenden Einrichtungen prospektiv erfasst, quantifiziert und evaluiert. Als unerwünschte Arzneimittelereignisse werden schädliche Ereignisse in zeitlichem Zusammenhang mit einer Arzneimittelanwendung erfasst. Danach erfolgt die Intervention in den Heimen. Es wird ein gepaarter intra-individueller Vergleich mit Cluster-Effekt gewählt. Jeder Patient dient als seine eigene Kontrolle im Prä-Post-Vergleich, vor und 6 Monate nach der Intervention. Als Cluster wird ein Heim definiert. Auf Heimebene finden drei wesentliche Elemente der Intervention, d.h. die Schulung der Pflegenden, der Apotheker sowie Bildung der AMTS-Teams statt. Als Endpunkte werden klinisch erkennbare und relevante Outcomes, d.h. unerwünschte Arzneimittelereignisse (UAE) aus der Pflegedokumentation mittels hierfür entwickelter vorstrukturierter Dokumentationsbögen, erfasst. Hierbei kann die Häufigkeitsverteilung der UAE auf die einzelnen Heime, Altersgruppen oder Geschlechter hin betrachtet werden. Außerdem werden UAE nach Schweregrad eingeteilt und im Hinblick auf ihre Vermeidbarkeit oder zumindest Verminderbarkeit beurteilt. In Mecklenburg-Vorpommern besteht ein besonders hoher Anteil an älteren Einwohnern (ab 65 Jahren) im Bezug auf die gesamte Einwohnerzahl. Darüber hinaus handelt es sich um eine ländliche Region mit verhältnismäßig geringer Bevölkerungsdichte. Daher sind strukturelle und organisatorische Unterschiede in der ärztlichen und pharmazeutischen Versorgung und in den Heimen zu erwarten, die sich im Verlaufe des Projektes abzeichnen werden.
Datenbasis Primärdaten
   Heimbewohner   (Stichprobengröße: 1.000)
Studiendesign Prospektive Interventionsstudie im Prä-Post-Design
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 65 bis 100 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 26.08.2014