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Onkologie in der Hausarztpraxis

Ist-Analyse und Bedarfserhebung

 

Projektkennung VfD_12_002104
Laufzeit von 05/2012 bis 12/2016
Webseitehttp://www.allgemeinmedizin.uni-frankfurt.de/forschung1/onkologie.html
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Wie ist die hausärztliche Versorgungssituation von Krebspatienten?
Welche Bedarfe existieren hinsichtlich Forschung, allgemeinmedizinischer Weiter- und Fortbildung, Qualitätsförderung sowie struktureller Veränderungen in der Hausarztpraxis unter dem Gesichtspunkt der onkologischen Versorgung?
Hintergrund / Ziele Im Zuge der demographischen Alterung sowie der Verbesserung von Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen nimmt die Anzahl an Erkrankten sowie die Anzahl an Überlebenden zu. Hausärzte werden in den verschiedenen Stadien einer Krebserkrankung von den Patienten hinsichtlich supportiver Therapie oder als Ansprechpartner für die psychosoziale onkologische Betreuung konsultiert. Sie sind somit bei den meisten Patienten mit einer Krebserkrankung der beständige Rückkehr- und Koordinationspunkt während des gesamten Krankheitsverlaufs. Dieser Aspekt wird während und nach der Behandlung durch spezialisierte Einrichtungen (Fachärzte, Kliniken, SAPV-Teams, etc.), v.a. bei zunehmendem Abstand zur Primärtherapie und abnehmender Intensität der spezialisierten Nachsorge immer wichtiger.

Da es bislang in Deutschland keine systematische Erhebung der onkologischen Versorgungssituation hausärztlicher Patienten gibt, sollte eine Ist-Analyse der hausärztlichen und onkologischen Versorgungssituation aus hausärztlicher Sicht unter Berücksichtigung der Zusammenarbeit mit spezialisierten Einrichtungen erfolgen. Es werden wichtige strukturelle und inhaltliche Aspekte der hausärztlichen Versorgung von Krebspatienten dargestellt und analysiert.
Methodik Erster Projektteil
Im ersten Projektschritt wurden mittels einer qualitativen Erhebung (Experteninterviews mit deutschen Hausärzten) zunächst relevante Themenfelder exploriert, ein Itempool für den nachfolgenden quantitativen Survey generiert sowie eine erste pilotierte Fragebogenversion für Hausärzte zur Untersuchung der onkologischen Versorgung hausärztlicher Patienten erstellt. In die Fragebogenentwicklung flossen auch die Ergebnisse der Aufarbeitung nationaler onkologischer Leitlinien hinsichtlich hausarztrelevanter Empfehlungen ein.

Zweiter Projektteil
Mittels des im ersten Projektteil entwickelten quantitativen Surveys sollten im zweiten Projektschritt 4.500 deutsche Hausärzte die Versorgungssituation ihrer Krebspatienten beschreiben. In diesem zweiten Projektschritt wurde deutlich, dass die interdisziplinäre Zusammenarbeit aus hausärztlicher Sicht ein wichtiges Thema ist. Daher ist es Ziel des dritten Projektschritts, die Rolle des Hausarztes im Laufe der Erkrankung von Krebspatienten aus Sicht von niedergelassenen Onkologen und stationär tätigen Krankenhausärzten zu explorieren. Es sollen qualitative Interviews mit niedergelassenen Onkologen und stationär tätigen Krankenhausärzten geführt werden. Die Ergebnisse dieser Interviews sollen dann als Grundlage der weiteren Diskussion mit Hausärzten in einer Fokusgruppe dienen.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung postalisch  (Stichprobengröße: 4.500)
   Befragung telefonisch  (Stichprobengröße: k.A.)
   Gruppendiskussion/Fokusgruppe  (Stichprobengröße: k.A.)
Studiendesign Querschnittstudie
Qualitative Studie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen nicht untersucht
Ergebnisse s. Publikationen

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 09.05.2016