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HzV - Evaluation der Hausarztzentrierten Versorgung (HzV) in Baden-Württemberg - AP 3

Evaluation des VERAH-Einsatzes

 

Projektkennung VfD_HzV_11_002127
Laufzeit von 03/2011 bis 12/2012
Webseitehttp://www.allgemeinmedizin.uni-frankfurt.de/forschung4/hzv.html
Status des Projekts laufend
GesamtprojektHzV-Evaluation in Baden-Württemberg

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) In welchem tatsächlichem Umfang und mit welchen konkreten Tätigkeitsschwerpunkten werden VERAH (Versorgungsassistentinnen in der Hausarztpraxis) im Rahmen der HzV Baden-Württemberg eingesetzt?
Haben Veränderungen und Aufgabenumverteilungen im gesamten Praxisteam stattgefunden?
Werden VERAH arztentlastend wirksam?
Hintergrund / Ziele Seit Einführung der Hausarztzentrierten Versorgung (HzV) in Baden-Württemberg werden vermehrt Versorgungsassistentinnen in der Hausarztpraxis (VERAH®), deren Einsatz erstmals gefördert und gesondert vergütet wird, eingesetzt. Bislang ist nicht bekannt, in welchem tatsächlichen Umfang und mit welchen genauen Tätigkeitsschwerpunkten VERAH zum Einsatz kommen. Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und der Zunahme von chronischen Erkrankungen wächst der Bedarf an hausärztlichen Betreuungsleistungen. Schon seit längerer Zeit wird die Weiterqualifikation des hausärztlichen Praxisteams und die Beachtung entsprechender Ressourcen gefordert Die VERAH-Weiterbildung ist ein Qualifizierungsmodell für Medizinische Fachangestellte (MFA) in der Hausarztpraxis, das vom Deutschen Hausärzteverband und vom Institut für hausärztliche Fortbildung getragen wird. Die Weiterbildung umfasst acht Module und ist auf den Bedarf in den Hausarztpraxen ausgerichtet.
Methodik Mit einem teilweise speziell entwickelten Fragebogen wurde eine Vollerhebung (Rücklaufquote über 32%, N=294) bei allen VERAH in HzV-Praxen in Baden-Württemberg durchgeführt. Die Fragen erhoben u.a. die zeitliche Dimension des VERAH-Einsatzes, den Einsatzbereich und beobachtete Veränderungen im Tätigkeitsbereich. Die beschäftigenden Hausärzte erhielten ebenfalls einen Fragebogen. Dieser enthielt Fragen zu beobachteten Veränderungen und zusätzlich Fragen zur Delegation von Tätigkeiten an die VERAH.
Um Vergleichsdaten zum Tätigkeitsspektrum zu erhalten, wurde im Rahmen des Gesamtprojektes zur Evaluation durch die Arbeitsgruppe in Heidelberg ein kurzer Fragebogen bei MFA ohne VERAH-Weiterbildung eingesetzt. Darin wurden die Häufigkeiten von verschiedenen Tätigkeiten abgefragt.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung postalisch  (Stichprobengröße: 294)
Studiendesign Querschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen nicht untersucht
Ergebnisse VERAH übernehmen in zunehmendem Umfang patientennahe Tätigkeiten, wie z.B. ärztlich abgestimmte Hausbesuche, Impf- und Medikamentenmanagement, Wundmanagement und Case Management. Damit übernehmen sie hausärztlich relevante Aufgaben. Sowohl Hausärzte als auch VERAH beschreiben eine bessere Versorgung der Patienten und dass der VERAH-Einsatz eine zeitliche Entlastung für den Arzt mit sich bringt.

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 18.07.2013