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POLITE-2 - Verminderung von Polypharmazie bei Patienten mit chronischen Erkrankungen

 

Projektkennung VfD_POLITE-2_12_003161
Laufzeit von 08/2012 bis 12/2012
Webseitehttp://allgemeinmedizin.med.uni-rostock.de/index.php?id=126
Status des Projekts abgeschlossen

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) In der Studie wird untersucht, ob sich die verordneten Wirkstoffe durch ein medikationsbezogenes Absprachekonzept zwischen Patient, Pharmazeut und Hausarzt reduzieren lassen.
Hintergrund / Ziele Polypharmazie kann zu unerwünschten Neben-/ Wechselwirkungen führen, die mit pharmakotherapieindizierter Morbidität und Mortalität, verminderter Adhärenz sowie hohen, vermeidbaren Kosten assoziiert sind. Eigene Vorstudien zeigen, dass das aktive Einbeziehen von Pharmazeuten in das Medikationsmanagement unter Berücksichtigung patientenseitiger Prioritäten geeignet ist, nicht adäquate Medikation zu reduzieren.
Methodik In einer qualitativen Begleitstudie wurde die Kommunikationsstruktur basierend auf Interviews und Fokusgruppen mit Pharmazeuten, Hausärzten und Patienten entwickelt. Zugleich wurden in der Pilotstudie 12 Pharmazeuten rekrutiert und geschult, narrative Medikamentenreviews durchzuführen. Jeder Apotheker befragte 5 Patienten mit mind. 5 rezeptpflichtigen Arzneimitteln und übermittelte sich daraus ergebende, potenziell relevante Informationen an den Hausarzt. Sekundäre Outcomes: Angaben zur Medikation, zum Gesundheitszustand, zur ärztlichen/ pharmazeutischen Versorgung sowie zur Zufriedenheit des Patienten mit der Apotheke. Sie werden unmittelbar nach dem Medikamentenreview sowie 3 bzw. 6 Monate (T1/ T2) später erhoben.
Primäres Outcome: Veränderung der eingenommenen Substanzen zwischen T0
und T2.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung telefonisch  (Stichprobengröße: 40)
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: 20)
   Gruppendiskussion/Fokusgruppe  (Stichprobengröße: 10)
Studiendesign Pilotstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 18 bis 99 Jahre
Ergebnisse Im Rahmen der Prozessevaluation befragte Apotheker spiegelten eine positive Resonanz der Patienten auf das Medikamentenreview wider: Das intensive Gespräch und die Wertschätzung des Patienten fördern das Vertrauens-verhältnis zum Apotheker. Lediglich das Mitbringen der Arzneimittel ist für die Patienten z. T. eine Hemmschwelle. Die Apotheker schätzten den strukturierten Ansatz des Medikamentenreviews, auch aufgrund der sich zeigenden Diskrepanz zwischen Medikamentenplan und mitgebrachten Arzneimitteln in Bezug auf die Anzahl.

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 09.03.2016