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SPIHV - Subjektive Patientenkonzepte zur Inanspruchnahme hausärztlicher Versorgung

Eine qualitative Vergleichsstudie zwischen Deutschland und Norwegen

 

Projektkennung VfD_SPIHV_12_003203
Laufzeit von 03/2012 bis 07/2015
Webseitehttps://wikis.ovgu.de/spihv/doku.php?id=start
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Unsere Hypothese ist, dass die subjektiven Konzepte von Patienten zur Inanspruchnahme hausärztlicher Versorgung eine wichtige Rolle bei der Erklärung des unterschiedlichen Inanspruchnahmeverhaltens spielen und daher das unterschiedliche Inanspruchnahmeverhalten in verschiedenen Ländern erklären können. Ziel dieser Studie ist daher die Unterschiede in den subjektiven Konzepten zur Inanspruchnahme hausärztlicher Versorgung von Patienten am Beispiel von Deutschland und Norwegen zu explorieren.
Wie unterscheiden sich die subjektiven Konzepte zur Inanspruchnahme hausärztlicher Versorgung von erwachsenen Patienten in Deutschland und Norwegen?
Hintergrund / Ziele Die Inanspruchnahme ambulanter ärztlicher Versorgung ist in Deutschland im internationalen Vergleich ungewöhnlich hoch. Die klassischen Modelle des Inanspruchnahmeverhaltens, wie beispielsweise das Verhaltensmodell von Andersen oder das Health Belief Model von Rosenstock können diese deutlichen Unterschiede nicht erklären.
In einem ersten Schritt wird der Einfluss des Gesundheitswesens auf die Inanspruchnahme hausärztlicher Versorgung sowie Hintergrundvariablen zu Morbidität, Mortalität und anderen Umwelteinflüssen auf die Inanspruchnahme geprüft. Auch sie konnten die Unterschiede im Inanspruchnahmeverhalten nicht hinreichend erklären.
Ziel dieses Forschungsprojektes ist es daher, die in den subjektiven Konzepten der Patienten liegenden Grüunde für das unterschiedliche Inanspruchnahmeverhalten ambulanter ärztlicher Versorgung von Patienten in Deutschland und Norwegen zu erforschen. Daher lautet die Fragestellung des Forschungsprojektes:
Wie unterscheiden sich die subjektiven Konzepte zur Inanspruchnahme hausärztlicher Versorgung von erwachsenen Patienten in Deutschland und Norwegen?
Dabei definieren wir subjektive Konzepte zur Inanspruchnahme hausärztlicher Versorgung als die Annahmen von Patienten, wie und warum sie sich mit einem Gesundheitsproblem entscheiden, ob sie hausärztliche Versorgung in Anspruch nehmen, und die dieser Entscheidung zugrunde liegenden Einstellungen, Werte und Wissen.
Methodik Der methodische Ansatzpunkt dieses Forschungsprojektes sind die eigenen Erfahrungen der Patienten und häufige Beratungsanlässe. Die Fragestellung soll mit einem qualitativen, komparativen Forschungsdesign beantwortet werden. Patienten in Deutschland und Norwegen sollen außerhalb eines aktuellen Versorgungskontextes mittels episodischer Interviews zu ihren subjektiven Konzepten zur Inanspruchnahme hausärztlicher Versorgung befragt werden und im Versorgungskontext sollen teilnehmende Beobachtungen durchgeführt werden. Die Daten aus beiden methodischen Zugängen sollen trianguliert mittels thematischem Kodieren fall- und gruppenvergleichend ausgewertet werden.
So werden sowohl in Norwegen als auch in Deutschland je 20 freiwillige, in Arztpraxen gewonnene Teilnehmer interviewt. Daneben wird in den vier an der Studie teilnehmenden Arztpraxen eine einwöchige teilnehmende Beobachtung durchgeführt.
Datenbasis Primärdaten
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: 40)
   Beobachtungen  (Stichprobengröße: 8)
Sekundärdaten
Studiendesign qualitatives Forschungsdesign
komparative Studie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 18 bis 99 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 31.03.2015