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OCTOPH - Klinisches Outcome nach proximalen Humerusfrakturen

Fortlaufende systematische Erfassung

 

Projektkennung VfD_OCTOPH_07_003288
Laufzeit von 01/2007, fortlaufend
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Die proximale Humerusfraktur ist eine Fraktur des alten Menschen. Proximale Humerusfrakturen gehören wie die Fraktur des distalen Radius und des proximalen Femur/Schenkelhalses zu den osteoporose-assoziierten Frakturen. Bei zunehmend steigendem Altersdurchschnitt in der Bevölkerung ist ein Anstieg der Inzidenz der Fraktur des proximalen Humerus in den nächsten Jahren zu erwarten. Klare evidenzbasierte Behandlunsstrategien sind erforderlich zur Vermeidung hoher Kosten und vermeidbarer Komplikationen. Bei Verlagerung des Altersdurchschnitts der Bevölkerung innerhalb der letzten Jahrzehnte kommt der Behandlung der proximalen Humerusfraktur des alten Menschen eine bedeutende logistische wie auch ökonomische Bedeutung bei.
Hintergrund / Ziele Die optimale Behandlung bleibt allerdings Gegenstand anhaltender Diskussionen. Die patientenorientierte Ausrichtung der Therapie mit Beachtung des Alters und initialem Ausmaß der Translation und subjektive Scores sollen aber einen Einfluß auf das Outcome haben und werfen die Frage auf ob die Operation für die proximale Humerusfraktur als eine typische Frakturform der alten Menschen jederzeit gerechtfertigt ist. Undislozierte, stabile Frakturen können nicht-operativ früh funktionell
behandelt werden. Dislozierte 3- oder Mehrfragment-Frakturen des jungen Patienten sollten in der Regel reponiert und fixiert werden.
Es gibt wenige prospektiv-randomisierte Studien in den letzten Jahren, die die Behandlung instabiler Mehrfragmentfrakturen des proximalen Humerus durch operative versus non-operative Verfahren bei älteren Patienten vergleichen.
Kleine Fallzahlen und fehlende statistische Power um Unterschiede zu ermitteln, ist das Problem in allen Studien. Alle weiteren Studien, die die konservative Behandlung von 3- oder 4-Teile Frakturen gegen operative Verfahren vergleichen, sind entweder prospektiv-nicht randomisiert kontrollierte oder retrospektive Fallstudien.
Größere Studien sind erforderlich um beispielsweise die Annahme zu stützen das die chirurgische Versorgung mit mehr Komplikationen verbunden ist und das die operative Behandlung der konservativen vorzuziehen ist. Es gibt derzeit keine randomisiert-kontrollierten Studien die die Therapie mit Platte oder intramedullärer Nagelung gegenüber der konservativen Therapie bei 3 – und 4-Teilefrakturen vergleichen.
Methodik Prospektive Beobachtungstudie konservativer und operativer Fälle
Follow-up nach 6 Wochen, 3 Monaten und 6 Monaten
Datenbasis Primärdaten
   Beobachtungen  (Stichprobengröße: 300)
   Nachuntersuchung  (Stichprobengröße: 120)
Studiendesign Kohortenstudie (prospektiv)
Beobachtungsstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 0 bis 99 Jahre
Ergebnisse Analysiert werden Daten von Patienten seit 2007 fortlaufend mit proximalen Humerusfrakturen. Die Daten werrden prospektiv mit einem Follow-up nach 6 Wochen, 3 Monaten und 6 Monaten erfasst (FU 100%).

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 28.05.2015