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GLESA - Gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Selbstbestimmung im Alter

Milieusensibles und selbstbestimmtes Wohnen im Alter als Beitrag innovativer kommunaler Altenhilfe?

 

Projektkennung VfD_GLESA_13_003320
Laufzeit von 04/2013 bis 03/2015
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Inwiefern kann der „Lebensort Vielfalt“ Innovationen in der pflegerischen Versorgung anstoßen und welche besonderen Bedarfe kennzeichnet das Alter(n) und die Pflege älterer Homosexueller?
Wie kann eine Sensibilisierung von Pflegekräften erreicht werden?
Welche Erwartungen und Hoffnungen verbinden die beteiligten Akteure sowie die Bewohner_innen mit dem Projekt?
Welche Herausforderungen bestehen für die beteiligten Unternehmen wie Pflegedienste?
Inwiefern kann das Projekt „Lebensort Vielfalt“ als Vorbild für selbstbestimmte Lebens- und Wohnformen in städtischen Gemeinden dienen?
Welche Unterschiede zeigen sich zwischen dem „Lebensort Vielfalt“ und anderen nationalen und internationalen Projekten und inwiefern können die bestehende Projekte neue Wege im Bereich „Wohnformen im Alter“ aufzeigen?
Hintergrund / Ziele Der Mitte 2012 eröffnete Lebensort Vielfalt, ein Wohn- und Pflegeprojekt für schwule Senioren und lesbische Seniorinnen in Berlin-Charlottenburg, entstand aus der Sorge, dass im Falle von Pflegebedürftigkeit im Alter homophobe Einstellungen und Vorbehalte des Pflegepersonals in Regeldiensten, eine zufriedenstellende Pflege und Betreuung behindern.

GLESA untersucht, welchen Beitrag ein ehrenamtlich initiiertes, professionell organisiertes und selbstbestimmt konzipiertes Wohn- und Pflegeprojekt für die kommunale Daseinsvorsorge und für die Sensibilisierung von Pflegekräften leisten kann. Inwiefern kann der Lebensort Vielfalt in Kooperation mit dem Pflegedienst CuraDomo Innovationen in der kommunalen Altenhilfe und der pflegerischen Versorgung anstoßen und welche Möglichkeiten zeigt dieses neue Wohn- und Pflegeprojekt für Berliner Pflegeanbieter auf? Auf einer internationalen Fachkonferenz werden die Ergebnisse diskutiert. Ein Handlungsleitfaden für die Praxis wird entwickelt.
Methodik Zunächst erfolgte eine Sekundäranalyse von Daten zur Lebenslage älterer Schwuler und Lesben in Berlin und Deutschland. Anschließend wurden folgende Primärdaten erhoben:
• Interviews mit 15 Bewohner_innen, 20 Experteninterviews mit den Organisator_innen des Wohnprojekts sowie mit Organisatoren vergleichbarer Projekte im In- und Ausland
• Jeweils eine Gruppendiskussion mit Bewohner_innen und den Organisator_innen des Wohnprojekts.

Die Gruppendiskussionen (vgl. Bohnsack 2006) dient der Bearbeitung offener Fragen und der Analyse gruppendynamischer Prozesse. Um die Dimension eines Längsschnitts zu erzielen, werden möglicherweise Interviews mit einem verkürzten Leitfaden wiederholt. Es werden problemzentrierte Interviews nach Witzel (2000) zum Einsatz kommen. Für die Auswertung der Daten sind dokumentarische und inhaltsanalytische Methoden vorgesehen (Bohnsack 2006, Mayring 2007). Die Erhebung und Auswertung der Interviews mit den Expert_innen erfolgt nach Meuser & Nagel (2005).
Datenbasis Primärdaten
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: 40)
   Gruppendiskussion/Fokusgruppe  (Stichprobengröße: 5)
   Beobachtungen  (Stichprobengröße: 60)
Studiendesign Querschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 21 bis 84 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 31.03.2016