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Die Messung patientenorientierter Pflege – Methodische Prüfung der deutschen Version der Individualized Care Scale

 

Projektkennung VfD_13_003432
Laufzeit von 09/2013 bis 11/2014
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) 1. Wie ist die Güte der deutschen Version der Individualized Care Scale (ICS) hinsichtlich folgender Eigenschaften: interne Konsistenz, konvergente Validität, Kriteriumsvalidität, Konstruktvalidität

2. Besteht die Möglichkeit, eine Kurzform der Individualized Care Scale zu entwickeln?

3. Welche individuellen und kontextuellen Faktoren beeinflussen die patientenseitig wahrgenommene Patientenorientierung?

Hintergrund / Ziele Eine patientenorientierte Pflege, definiert als die Orientierung pflegerischen Handelns an den subjektiven Bedürfnissen und Präferenzen des Patienten und seinem situationsspezifischen Alltagserleben, wird als notwendige Voraussetzung für die Umsetzung einer ganzheitlichen Pflege betrachtet und ist mit positiven Patientenoutcomes assoziiert. Zur Messung der vom Patienten wahrgenommenen Patientenorientierung pflegerischen Handels liegen für den deutschen Sprachraum drei Instrumente vor: (1) eine durch Smoliner entwickelte Skala zur Erfassung der Beteiligung des Patienten an pflegerischen Entscheidungen, (2) eine Subskala des Fragebogens zur Erfassung der Ausprägungen von Indikatoren der Patientenorientierung im Krankenhaus (FIND-PO-KH) und (3) die Individualized Care Scale (ICS). Konzeptionell misst die ICS die vom Patienten wahrgenommen Patientenorientierung pflegerischen Handelns im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes am breitesten und ist daher für den Einsatz zur Erfassung der Patientenorientierung am besten geeignet. Die ICS liegt in deutscher Sprache vor, wurde aber bisher nur in einer modifizierten Form in Bereich der Psychiatrie gemessen. Ziel der Studie ist, die psychometrischen Eigenschaften der ICS an einem Patientenkollektiv der akutstationären Versorgung zu testen und erste Einflussvariablen auf die wahrgenommene Patientenorientierung zu bestimmen.

Die Ziele der Studie bestehen darin:
1. die psychometrischen Eigenschaften der Individualized Care Scale zu testen,
2. die Möglichkeit einer Itemreduktion der Individualized Care Scale zu überprüfen und
3. Faktoren, welche die wahrgenommene Patientenorientierung beeinflussen, explorativ zu bestimmen.
Methodik Multizentrische, explorative Querschnittsstudie auf 20 Stationen in 5 Krankenhäusern.
Zur Bestimmung der psychometrischen Eigenschaften der ICS werden folgende Eigenschaften berechnet: Interne Konsistenz (Cronbach´s alpha), Itemtrennschärfe , konvergente Validität (Zusammenhang ICS und Subskala der Skala zur Erfassung der wahrgenommenen Beteiligung an der Entscheidung über pflegerischen Maßnahmen), Kriteriumsvalidität (Zusammenhang ICS und Pflegesystem) und Konstruktvalidität (konfirmatorische Faktorenanalyse). Weiterhin wird die Entwicklung einer Kurzfassung der ICS überprüft. Ergänzend wird eine explorative Analyse von Einflussfaktoren auf die wahrgenommene Patientenorientierung durchgeführt.
Datenbasis Primärdaten
   Fragebogen  (Stichprobengröße: 600)
Studiendesign Querschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 18 bis 99 Jahre
Ergebnisse Die deutsche Version der Individualized Care Scale zeigt sich bei einer Population von Krankenhauspatienten als ein valides und reliables Instrument mit guten psychometrischen Eigenschaften.
Einflussfaktoren auf eine von Patienten erlebte angepasste und damit individuelle Pflege sind der Grad der Schulbildung, die als gemeinsam getroffene erlebte Entscheidungsfindung über pflegerische Maßnahmen und die selbst eingeschätzte Gesundheit des Patienten.
Eine Kurzform wurde auf Grund inhaltsvalider Überlegungen nicht entwickelt.

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 31.03.2016