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DIPS - Verbundprojekt: Blutzuckertest und Primärprävention des Typ 2-Diabetes - Evaluation des Effekts evidenzbasierter Patienteninformation

Das Projekt DiPS: Der Diabetes-PräventionS-Check. Überschreitung der Blutzucker-Grenzwerte - was bedeutet das für Sie? Erstellung, Angebot und Evaluation einer evidenzbasierten Patienteninformation zu Blutzuckertest und Primärprävention des Typ 2-Diabetes

 

Projektkennung VfD_DIPS_07_003433
Laufzeit von 12/2007 bis 02/2011
Status des Projekts abgeschlossen
GesamtprojektFördermaßnahme Präventionsforschung zur Gesundheitsförderung und Primärprävention von älteren Menschen

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Ziel des Vorhabens war die randomisiert-kontrollierte online-basierte Evaluation des Einflusses einer im Rahmen des Projekts erarbeiteten internetgestützten evidenzbasierten Patienteninformation (EBPI) als Entscheidungshilfe (decision aid) auf die Qualität der Entscheidung, operationalisiert über Wissen, Entscheidungskonflikt, Einstellung gegenüber einer Vorsorgemaßnahme und Intention zur Teilnahme, im Vergleich zu Standardinformation zu "Prädiabetes" und Primärprävention des Typ 2-Diabetes.
Hintergrund / Ziele Evidenzbasierte Patienteninformation (EBPI) soll insbesondere im Bereich der Prävention Verbraucher dabei unterstützen, eine informierte Entscheidung zu treffen. Eine objektive, auf der besten wissenschaftlichen Evidenz basierende Information für Verbraucher über grenzwertig erhöhten Blutzucker und zur primären Prävention von Diabetes stand bislang aus.
Methodik Besucher der Internet-Seiten der kooperierenden Techniker Krankenkasse (TK) und des Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ) wurden eingeladen, an einer Web-basierten randomisiert-kontrollierten Studie teilzunehmen. Die Studienpopulation nach Randomisierung bestand aus 1120 Personen im Alter zwischen 40 und 70 Jahren ohne bekannten Diabetes. Von diesen wurden 558 Personen der Interventionsgruppe, welche die EBPI erhielt, und 562 Personen der Kontrollgruppe, welche die Standardinformation aus dem Internet erhielt, zugeteilt. Der primäre Endpunkt war „Wissen zu grenzwertig erhöhtem Blutzucker“ und die sekundären Endpunkte „Einstellung zu Stoffwechseltests“, „Absicht, sich einem Stoffwechseltest zu unterziehen“, „Entscheidungskonflikt“ und „Zufriedenheit mit der Information“.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung online  (Stichprobengröße: 1.120)
Studiendesign Randomisierte kontrollierte Studie (RCT)
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 40 bis 70 Jahre
Ergebnisse Im Ganzen waren das themenspezifische Wissen und die Absicht, sich einem Stoffwechseltest auf grenzwertig erhöhte Blutzuckerwerte zu unterziehen, in der Studienpopulation groß (n=786). Teilnehmer, die die EBPI erhalten hatten, erzielten allerdings signifikant höhere Wissensscores. Betreffend der sekundären Outcomes, die wir in der Subpopulation mit vollständigem Follow-up (n=466) untersuchten, berichtete die EBPI-Gruppe eine signifikant geringere Absicht, sich einem Stoffwechseltest zu unterziehen, eine signifikant kritischere Einstellung gegenüber Stoffwechseltests und einen signifikant ausgeprägteren Entscheidungskonflikt. Die Zufriedenheit mit der Information war zwischen den beiden Gruppen nicht signifikant unterschiedlich.

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 13.04.2015