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EPCentCare - Effekt personenzentrierter Pflege und Versorgung auf die Verschreibungshäufigkeit von Antipsychotika in Pflegeheimen: eine Cluster-randomisierte, kontrollierte Studie

 

Projektkennung VfD_EPCentCare_14_003446
Laufzeit von 03/2014 bis 02/2017
Webseitehttp://www.medizin.uni-halle.de/index.php?id=4265&L=anku%EF%BF%BD%CA%9EdVd1
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Kann durch eine personenzentrierte Pflege und Versorgung bei Menschen mit Demenz die Verschreibungshäufigkeit von Antipsychotika reduziert werden?
Hintergrund / Ziele Hintergrund

Bis zu 90% der Pflegeheimbewohner mit Demenz zeigen Demenz-assoziierte verhaltensbezogene und psychische Symptome wie Apathie, Depression und Angstzustände. In Deutschland und anderen europäischen Ländern, werden Antipsychotika als Therapieoption der ersten Wahl eingesetzt. Bis zu 30% der Pflegeheimbewohner haben mindestens eine Antipsychotika-Verschreibung. Zwei Drittel der Antipsychotika werden aus unzulässigen Gründen, zu lange und ohne regelmäßige Überprüfung ihrer Indikation verschrieben. Die Nebenwirkungen der Antipsychotika sind erheblich, sie erhöhen die Mortalität und sind mit einem erhöhten Schlaganfallrisiko assoziiert. Weitere Nebenwirkungen sind beispielsweise Sedierung, Schwindel und ein erhöhtes Sturzrisiko.
Es hat sich gezeigt, dass zur Reduktion von Antipsychotika bei Pflegeheimbewohnern mit Demenz, Training und Unterstützung der in die Demenzversorgung involvierten Pflegenden und Professionellen wirksam sein kann.
Es wird untersucht, ob ein etabliertes Edukationsprogramm (Fossey et al., 2008) angepasst an das deutsche Gesundheitssystem zur Reduktion der Verschreibungshäufigkeit von Antipsychotika in Pflegeheimen beitragen kann.

Ziel

Das Gesamtziel des Vorhabens ist die Untersuchung der Wirksamkeit und Sicherheit eines bereits erfolgreich in England getesteten Interventionsprogrammes.
Mit der Implementierung des an die lokalen Bedingungen angepassten Programms eines personenzentrierten Versorgungsansatzes wird eine relevante Senkung des Anteils von Pflegeheimbewohnern mit Antipsychotika angestrebt.
Methodik Die Untersuchung ist als cluster-randomisierte kontrollierte Studie mit einer Interventionsgruppe (2-Tages Workshops zu personenzentrierter Pflege und Versorgung sowie ein kontinuierliches Unterstützungsprogramm) und einer Kontrollgruppe (optimierte Standardversorgung) konzipiert. Beide Studiengruppen erhalten eine systematische Sichtung der Medikation mit Rückmeldung an den verschreibenden Arzt.
Insgesamt 36 Pflegeheime aus Ost-, West- und Norddeutschland sollen eingeschlossen und in eine der beiden Gruppen randomisiert werden. Als primäre Zielgröße wird der Anteil der Bewohner mit mindestens einer antipsychotischen Medikation nach 12 Monaten erhoben. Als sekundäre Endpunkte werden u. a. die Lebensqualität, neuropsychiatrische Demenz-assoziierte Symptome und Sicherheitsparameter wie Stürze, Sturz-bedingte medizinische Versorgung und mechanische freiheitsentziehende Maßnahmen erfasst. Darüber hinaus erfolgen eine Kosten- und Prozessevaluation.
Datenbasis Primärdaten
Studiendesign Cluster randomisierte kontrollierte Studie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen nicht untersucht
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 03.05.2016