[Zurück zur Trefferliste]

BEST - Osteoporose in Deutschland: Prävalenz, Behandlung und Kosten

Bone Evaluation Study (BEST)

 

Projektkennung VfD_BEST_09_003498
Laufzeit von 03/2009 bis 03/2013
Status des Projekts abgeschlossen

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Epidemiologie der Osteoporose: Wie häufig ist Osteoporose in Deutschland?
Hintergrund / Ziele Osteoporose ist eine weit verbreitete Skeletterkrankung, deren Häufigkeit mit zunehmendem Alter steigt. Die Datenlage zur Prävalenz ist immer noch unzureichend. Ziel dieser Studie war die Schätzung der Häufigkeit von Osteoporose in Deutschland.
Methodik Datenbasis von BEST sind anonymisierte Abrechnungsdaten der Jahre 2006 bis 2009 der Techniker Krankenkasse. Im Rahmen einer retrospektive Kohortenstudie wurden Versicherte ab einem Alter von 50 Jahren mit ambulanten Diagnosen, Krankenhaus-, Anschlussheilbehandlung- und Arbeitsunfähigkeitsdiagnosen mit dem ICD-10-Kode M80.* und M81.* sowie mit Verordnungen osteoporosespezifischer Arzneimittel eingeschlossen. Darüber hinaus wurden Versicherte mit Frakturen über die Diagnosen (S22.*–S82.*) identifiziert. Bei der Hochrechnungen auf die deutsche Bevölkerung wurde die unterschiedliche Alters- und Geschlechtsstruktur der Versicherten berücksichtigt.
Datenbasis Sekundärdaten
   Krankenkassen - GKV  (Stichprobengröße: 331.468)
Studiendesign Kohortenstudie (retrospektiv)
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 50 bis 99 Jahre
Ergebnisse In der Studienpopulation betrug die Prävalenz der Osteoporose 12% (Frauen: 22%; Männer: 5%). Hochgerechnet auf Deutschland ergibt sich eine Prävalenz von 17% bzw. 5,6 Mio. Menschen mit Osteoporose (Frauen: 4,8 Mio.; Männer: 849.000). Es ist ein starker Altersanstieg zu beobachten (50–54 Jahre: 6%; >74 Jahre 34%). Die Inzidenz in der Studienpopulation lag bei 1,9% im Jahr 2009; dies ergibt eine Neuerkrankungsrate in Deutschland von 2,3% bzw. 768.000 Menschen jährlich. Hinzu kommen Versicherte, die im Beobachtungszeitraum osteoporosebedingte Frakturen erlitten haben, aber nicht als Osteoporotiker diagnostiziert oder behandelt wurden. Die jährliche Mortalität unter Menschen mit Osteoporose liegt bei 2% in der deutschen Bevölkerung.

Unter den identifizierten Versicherten mit Osteoporose erlitten 28% innerhalb des Beobachtungszeitraums mindestens eine Fraktur. Die häufigsten Frakturen waren Frakturen der Lendenwirbelsäule und des Beckens (S32.*). 69% der Versicherten mit einer Fraktur erlitten sogar mehrfach Frakturen.

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 06.08.2015