[Zurück zur Trefferliste]

PROREHAB - Promoting access to rehabilitation

 

Projektkennung VfD_PROREHAB_14_003515
Laufzeit von 03/2014 bis 02/2018
Webseitehttp://drks-neu.uniklinik-freiburg.de/drks_web/navigate.do?navigationId=trial.HTML&TRIAL_ID=DRKS00004824
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Die Studie prüft die Wirksamkeit eines webbasierten Informationsangebots zur Beantragung medizinischer Rehabilitationsleistungen. Es wird erwartet, dass Teilnehmer mit einem Zugang zum webbasierten Informationsangebot häufiger medizinische Rehabilitation beantragen und in Anspruch nehmen als Teilnehmer der Kontrollgruppe.
Hintergrund / Ziele Um Erwerbsfähigkeit und berufliche Teilhabe zu sichern, besteht in Deutschland die Möglichkeit, Leistungen zur medizinischen Rehabilitation (MR) zu beantragen. Insbesondere Personen mit einem erhöhten Risiko erwerbsminderungsbedingter Frühberentung, z. B. Personen mit vorangegangenem Krankengeldbezug, gelten als vorrangige Zielgruppe dieser Leistungen. Wenn Rehabilitationsbedarf jedoch nicht zur Stellung eines Antrages führt, bleibt diese Möglichkeit zur Vermeidung von Erwerbsminderungsrenten ungenutzt. In 2011 hatten 59,6 % der Männer und 52,7 % der Frauen, für die erwerbsminderungsrentenbedingte Rentenzugänge dokumentiert wurden, im Vorfeld keine MR erhalten.
Im Rahmen der Studie wird der Nutzen eines webbasierten Informationsangebots zur medizinischen Rehabilitation für Personen mit vorangegangenem Krankengeldbezug geprüft. Die Entwicklung des Angebots orientiert sich am Prozessmodell des Gesundheitsverhaltens. Dieses Modell unterscheidet bei der Realisierung gesundheitsbezogener Handlungen zwei Phasen: eine motivationale Phase (Absichtsbildung) und eine volitionale Phase (Handlungsumsetzung). Das webbasierte Informationsangebot zielt mit einem Modul zur Bewertung des eigenen Rehabilitationsbedarfs anhand des Work Ability Index auf eine gezielte Absichtsbildung stark eingeschränkter Personen. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung wird die Bearbeitung und Einreichung der notwendigen Antragsunterlagen unterstützen.
Methodik Die Wirksamkeit des webbasierten Angebots wird in einer randomisiert kontrollierten Studie geprüft. Teilnehmer der Interventionsgruppe erhalten die Möglichkeit das webbasierte Informationsangebot zu nutzen. Teilnehmer der Kontrollgruppe erhalten postalisch einen kurzen Hinweis auf die Möglichkeit Leistungen zur medizinischen Rehabilitation zu beantragen.
Primärer Endpunkt ist der Anteil beantragter und in Anspruch genommener Leistungen zur medizinischen Rehabilitation nach einem Jahr. Diese Daten werden aus den Versichertenkonten extrahiert. Sekundäre Endpunkte sind die Krankengeldbezugstage und Tage mit versicherungspflichtiger Beschäftigung nach einem Jahr. Diese Daten werden ebenfalls aus den Versichertenkonten extrahiert. Weitere sekundäre Endpunkte werden nach einem Jahr mittels schriftlicher Befragung erhoben. Die schriftlich erfassten Zielkriterien umfassen die Einstellungen zur Rehabilitation und zur Rehabilitationsantragstellung (positive und negative Ergebniserwartungen, Selbstwirksamkeit), Indikatoren gesundheitsbezogener Lebensqualität (Subskalen des 36-Item Short-Form Health Survey: körperliche Funktionsfähigkeit, psychisches Wohlbefinden, allgemeine Gesundheit) sowie die subjektive Arbeitsfähigkeit und Tage mit erlebten Beeinträchtigungen.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung postalisch  (Stichprobengröße: 16.000)
Studiendesign Randomisierte kontrollierte Studie (RCT)
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 40 bis 59 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 07.09.2016