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Lebensqualität und Hodentumor - Prospektive Multicenterstudie zur Evaluierung der Lebensqualität bei Hodentumorpatienten im klinischen Stadium I

Beeinflusst die Art der Therapie die Lebensqualität der Patienten im Verlauf der Erkrankung?

 

Projektkennung VfD_Lebensqualität_u_14_003535
Laufzeit von 11/2014 bis 01/2024
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Primäres Ziel.
Longitudinale Darstellung der Lebensqualität (QoL) von Hodentumorpatienten im klinischen Stadium (CS) I bis 5 Jahre nach Therapie, Einfluss unterschiedlicher Therapieformen auf die Entwicklung und den Verlauf der Lebensqualität
Sekundäre Ziele.
Identifikation von demographischen und sozioökonomischen Variablen, die mit einer schlechteren Lebensqualität einhergehen: Bildungsniveau, berufliche Situation, sozialer Status, familiäre Situation oder regionale Zugehörigkeit. (Lassen sich hieraus Risikoprofile erkennen, die potentiell mit einer schlechteren Lebensqualität einhergehen?)
Darstellung des Verlaufs der QoL in den einzelnen Kliniken (Klinikvergleich)
Darstellung der Dimensionen der Lebensqualität, die zu bestimmten Zeitpunkten besonders kritisch sind
Beobachtung von Akuttoxizität und Toxizität der Behandlung im Verlauf der Therapie
Darstellung hormoneller Parameter und einer potentiellen Infertilität im Verlauf der Therapie, selbstberichtete Probleme mit der Sexualität im Verlauf der Therapie
Arbeitsunfähigkeit/Wehruntüchtigkeit im Zuge von Erkrankung und Therapie (Ist die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage abhängig von der Therapieform?)
Inanspruchnahme von psychoonkologischer Unterstützung
Hintergrund / Ziele Der maligne Hodentumor ist mit 3970 Neuerkrankungen in Deutschland pro Jahr eine der häufigsten Krebserkrankung des jungen Mannes im Alter zwischen 20 und 35 Jahren. Die Tendenz ist steigend.
Sowohl für die Diagnostik als auch für die Therapie des malignen Hodentumores existieren europäische Leitlinien, die in einem Konsensusartikel der EGCCCG zusammengefasst sind und jährlichen Neuerungen unterliegen. Die konsequente Anwendung dieser Empfehlungen ist Grundvoraussetzung für die hohe Überlebensrate der Hodentumore.
Durch die Einführung der cisplatinhaltigen Chemotherapie Anfang der 90er Jahre, kann heute, abhängig vom Tumorstadium, gemäß der TNM Klassifikation UICC 2010 und der klinischen Klassifikation nach Lugano, eine 5-Jahres Überlebensrate von bis zu 96% erreicht werden.
Die empfohlenen Therapieformen sind jedoch teilweise mit einem ausgeprägten Nebenwirkungsprofil, hohem zeitlichen und psychischen Aufwand und insbesondere noch unklaren Langzeitfolgen verbunden, mit denen sich die Patienten neben ihrer eigentlichen Erkrankung zusätzlich auseinandersetzen müssen. Daher nimmt die Lebensqualität, neben den klassischen onkologischen Zielkriterien wie Überlebenszeit, Remissionsrate und Remissionsdauer, gerade bei dieser Patientengruppe einen immer größeren Stellenwert ein, insbesondere deshalb, weil es der Anspruch ist, für das junge Patientenklientel eine möglichst hohe Lebensqualität für einen Zeitraum von 30 und mehr Jahren zu erhalten.
Methodik Prospektive, longitudinale, multizentrische Beobachtungsstudie.
Pimärer Endpunkt:
- Lebensqualität gemessen durch die standardisierten Fragebögen EORTC QLQ-C30 und QLQ-TC26.
Sekundäre Endpunkte:
- Art und Dauer der Operation
- OP Komplikationen
- Akuttoxizitäten, Spättoxizitäten
- Dauer des Krankenhausaufenthaltes
- Dauer der Arbeitsunfähigkeit
Datenbasis Primärdaten
   Befragung postalisch  (Stichprobengröße: 600)
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: 600)
Studiendesign Längsschnittstudie
Untersuchte Geschlechter -- und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 18 bis 99 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 23.07.2015