[Zurück zur Trefferliste]

Evaluation eines rechtskreisübergreifenden Koordinationsmodells in der Psychiatrie

Sozialraum Dithmarschen

 

Projektkennung VfD_14_003546
Laufzeit von 07/2014 bis 12/2016
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Werden durch die Arbeit eines Gemeindepsychiatrischen Zentrums (GPZ) und seine Koordinierungstätigkeit die Kosten des Landkreises für die Eingliederungshilfe, gegenüber herkömmlich koordinierten Patienten, gesenkt?
Ist die Koordinierungs- und Beratungstätigkeit des GPZ kosteneffektiv?
Wie sind die persönlichen Vorstellungen von und die Erfahrungen mit der Arbeit des GPZ aus der Perspektive der Patienten und Mitarbeitenden?
Hintergrund / Ziele Das unter Regionalen Psychiatrie Budget nach §26 Bundespflegesatzverordnung entstandene sogenannte "Heider Modell" beinhaltet ein sozialpsychiatrisch orientiertes, integriertes Versorgungsmanagement psychisch Kranker im Landkreis Dithmarschen. 2013 wurde ein gemeinsames case management mit dem Landkreis Dithmarschen zur Koordination von Leistungen der Eingliederungshilfe nach SGB XII sowie komplementären Angeboten für psychisch Kranke im Sozialraum eingerichtet. Ziel des Modells ist die Prävention schwerer psychiatrischer Verläufe durch frühe individualisierte Leistungsangebote, die Verlagerung von Leistungen von stationär nach ambulant und die Vermeidung von Stigmatisierung.
Ziel des Vorhabens ist die Evaluation der Beratungs- und Koordinationsarbeit im neu gegründeten Gemeindepsychiatrischen Zentrum, welches für alle Personen mit psychischen Störungen und psychiatrischen Krankheiten im Landkreis eine dem individuellen persönlichen Hilfebedarf entsprechende Einsteuerung in Hilfs-, Behandlungs- und Begegnungsangebote vornimmt.
Methodik Studienteil 1 analysiert unter Verwendung anonymisierter Routineleistungsdaten der Eingliederungshilfe im Landkreis Dithmarschen die Kostenentwicklung in der Eingliederungshilfe vor und nach Arbeitsaufnahme des Gemeindepsychiatrischen Zentrums 2013. Hierfür werden die Leistungsdaten von 2010 bis 2013 den Leistungsdaten von 2014 bis 2016 gegenübergestellt.
Studienteil 2 untersucht in einer prospektiven Beobachtungsstudie die Kosteneffektivität der Beratungs- und Koordinationsarbeit im Gemeindepsychiatrischen Zentrum. Mit Hilfe des Fragebogens zur Inanspruchnahme (CSSRI) werden die Ausgaben für medizinische und komplementäre Behandlung über 12 Monate erfasst und mit dem Fragebogen SF12 die gesundheitsbezogene Lebensqualität zu Studienbeginn und nach 3, 6 und 12 Monaten erfragt. Die Analyse berechnet die Kosten pro qualitätsadjustiertes Lebensjahr. Die Ergebnisse lassen Rückschlüsse zu, ob es sich bei der Koordination durch das GPZ um eine kosteneffektive Mittelverwendung handelt.
Teil 3 untersucht in einer qualitativen Studie die Versorgungszufriedenheit bei ausgewählten Patienten mit hohem Versorgungsbedarf und bei ausgewählten Leistungserbringern im vernetzten Versorgungssystem. Der qualitative Studienteil zielt darauf ab, die Perspektive der Patienten und Mitarbeitenden subjektorientiert zu rekonstruieren.
Datenbasis Primärdaten
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: 100)
Sekundärdaten
   Träger SGB XII  (Stichprobengröße: 500)
Studiendesign Querschnittstudie
Kohortenstudie (prospektiv)
Kohortenstudie (retrospektiv)
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 0 bis 99 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 28.01.2015