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HzV-Evaluation in Baden-Württemberg - Evaluation der Verträge zur Hausarztzentrierten Versorgung in Baden-Württemberg

Arbeitspaket 4: Versorgungsqualität bei wichtigen klinischen Themen - Sekundärdatenanalyse auf Basis von Abrechnungsdaten

 

Projektkennung VfD_13_003554
Laufzeit von 04/2013 bis 04/2016
Webseitehttp://www.allgemeinmedizin.uni-frankfurt.de/forschung4/hzv.html
Status des Projekts laufend
GesamtprojektHzV-Evaluation in Baden-Württemberg - Evaluation der Verträge zur Hausarztzentrierten Versorgung in Baden-Württemberg
ProjektkuerzelAP4 - Versorgungsqualität bei wichtigen klinischen

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Gibt es Unterschiede in der Versorgungsqualität zwischen HzV-eingeschriebenen und nicht-eingeschriebenen Versicherten?
Hintergrund / Ziele Die hausarztzentrierte Versorgung (HzV) soll die hausärztliche Versorgung insbesondere für chronisch kranke Patienten und solche mit einem hohen Betreuungsbedarf stärken. In einer Evaluationsstudie werden die Auswirkungen des Vertrages in Baden-Württemberg auf die Versorgungsqualität untersucht.
Methodik Auf Basis einer Literaturrecherche sowie durch Analyse etablierter Indikatorensets (ACOVE, QISA) wurden Indikatoren bzw. Zielvariablen, z.B. bezüglich Inanspruchnahme und Medikamentenversorgung, entwickelt, die in den Versorgungsdaten der AOK Baden-Württemberg abgebildet werden konnten. Die Analyse erfolgte im Vergleich der in die HzV-eingeschriebenen Versicherten mit AOK-Versicherten, die nicht an der HzV teilnehmen. Ein multivariates Mehrebenen-Regressionsmodell wurde zugrundegelegt.
Es werden verschiedene Projektphasen mit unterschiedlichen Schwerpunkten unterschieden:
(1. Phase: Herzinsuffizienz)
2. Phase: Geriatrische Patienten
3. Phase: Kardivaskuläre Erkrankungen
4. Phase: Ab 2016
Datenbasis Sekundärdaten
   Versicherte  (Stichprobengröße: 3.739.724)
Studiendesign Querschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 18 bis 99 Jahre
Ergebnisse Im Bereich der koordinierten Inanspruchnahme war die Konsultation von mehr als einem Hausarzt in der HzVGruppe deutlich geringer, ebenfalls war die Zahl der Überweisungen geringer. Die Kontinuität der hausärztlichen Betreuung wurde mittels UPC (usual provider index) berechnet. In der HzV-Gruppe fanden 96 % der Hausarztkontakte beim dedizierten Hausarzt statt, in der Nicht-HzV-Gruppe nur 88 %. Vermeidbare Krankenhausaufenthalte (ACSCs) waren bei älteren Versicherten in der HzV leicht verringert. Im Bereich der Pharmakotherapie waren kaum signifikante Qualitätsverbesserungen zu verzeichnen. Im Bereich der Prävention konnte eine Erhöhung der Impfquote gegen Influenza und eine geringere Zahl an sturzbedingten Hüftverletzungen für HzV-Versicherte beobachtet werden. Bei der Versorgung des Diabetes zeigten sich mit der deutlich erhöhten Teilnahmequote am DMP Diabetes auch verschiedene Prozessparameter (regelmäßige augenärztliche Untersuchung, Pharmakotherapie)verbessert.

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 27.02.2015