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Der kathetergestützte Aortenklappenersatz (TAVI) in der klinischen Versorgung

Analyse zur Versorgungssituation und Marktdurchdringung auf Basis von GKV-Routinedaten

 

Projektkennung VfD_14_003573
Laufzeit von 10/2014 bis 03/2016
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Verbreitung der TAVI im Zeitablauf in Deutschland
Befolgung von Empfehlungen hinsichtlich einer institutionalisierten herzchirurgischen Fachabteilung
Index zur Beurteilung der Notwendigkeit eines TAVI-Eingriffs auf Basis von GKV-Routinedaten
Besteht zwischen der Verbreitung von TAVI und der Krankenhausträgerschaft ein Zusammenhang?
Hintergrund / Ziele Interventionen mit kathetergestütztem Aortenklappenersatz (TAVI: Trans-catheter aortic valve implantation) nehmen in Deutschland kontinuierlich zu. Im Jahr 2013 lag die Zahl erstmals über jener für konventionelle Eingriffe (Aortenklappenersatz, AKE). Für Patienten mit Aortenklappenstenose, insbesondere inoperable ältere und Hochrisikopatienten, stellt TAVI eine mit geringeren Belastungen einhergehende – wenn auch teurere – Alternative zum AKE dar.
Methodik Der Analyse liegen Routinedaten der Techniker Krankenkasse (TK) für die Jahre 2009-2014 zugrunde. Aufgreifkriterium waren folgende OPS-Codes: TAVI 5-35a.00-5-35a.02, AKE 5-351.01-5-351.0x. Zur Darstellung der räumlichen Verbreitung wurden sämtliche Eingriffe auf Kreisebene aggregiert und der Anteil von TAVI an allen Eingriffen berechnet. Herzchirurgische Fachabteilungen wurden durch DRG-Abrechnungspositionen ermittelt. In Ermangelung von Angaben zu EuroSCORE oder STS-Score wurde ein Komorbiditätsindex für die geschätzte Sterbewahrscheinlichkeit (logistische Regression) in Anlehnung an Abbildstrøm et al. (Eur J Cardiothorac Surg 2010) berechnet.
Datenbasis Sekundärdaten
   Krankenkassen - GKV  (Stichprobengröße: 10.000)
Studiendesign Querschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 0 bis 99 Jahre
Ergebnisse Eingeschlossen wurden Personen mit durchgehender Versicherung vier Quartale vor dem Eingriff bis 30 Tage danach (Überleben bzw. Tod). Im betrachteten Zeitraum kam es zu 2.011 TAVI- und 8.653 AKE-Eingriffen. Der Anteil der TAVI an allen Aortenklappeneingriffen stieg stetig an, mit zunehmender Verbreitung auch in dünn besiedelten Gebieten. In ca. 10 % der Krankenhäuser, in denen TAVI durchgeführt wurden, gab es keine institutionalisierte herzchirurgische Abteilung. TAVI-Patienten wiesen ein höheres Durchschnittsalter als AKE-Patienten auf (MW 2013: 80 vs. 70). Mit Blick auf den Komorbiditätsindex, der die vorhergesagte 30-Tages-Sterblichkeit angibt, weisen TAVI-Patienten höhere Werte auf (MW 2013: 0,045 vs. 0,033).

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 13.08.2015