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Inanspruchnahme Zentraler Notaufnahmen: Qualitative Erhebung der Motivation von Patientinnen und Patienten mit nichtdringlichem Behandlungsbedarf

Emergency Prozesses in Clinical Structures (EPICS)- II Studie

 

Projektkennung VfD_14_003592
Laufzeit von 03/2014 bis 08/2015
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Explorative Erforschung der subjektiven Gründe zum Aufsuchen von Notaufnahmen durch Patienten mit akut-, aber nicht notfallmedizinischem Bedarf
Hintergrund / Ziele Der Anteil von Patienten mit akut-, aber nicht notfallmedizinischem Bedarf in Notaufnahmen nimmt stetig zu und führt zu Engpässen und Überfüllungen. Die Inanspruchnahme findet nicht nur zu sprechstundenfreien Zeiten, sondern zu allen Tageszeiten statt. Als Gründe werden sowohl subjektiv verändertes Nachfrageverhalten der Patienten als auch ein objektiver Bedarf vermutet, der durch ambulanten Strukturen nicht mehr gedeckt werden kann. Ziel dieser Studie ist die explorative Erforschung der subjektiven Motive des Aufsuchens der Notaufnahmen aus Patientenperspektive in einer Großstadt und einer ländlichen Region.
Methodik Durchführung von 86 leitfadengestützten qualitativen Interviews mit Patienten der Behandlungskategorien normal und nichtdringlich an zwei Notaufnahmen universitärer Krankenhäuser und der Notaufnahme eines Krankenhauses in einer strukturschwachen ländlichen Region zu ihren Motiven zum Aufsuchen der Notaufnahme.

Auswertung mit der Qualitativen Inhaltsanalyse mit der Software MAXQDA
Datenbasis Primärdaten
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: 86)
Studiendesign Qualitative Studie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 18 bis 99 Jahre
Ergebnisse Teilergebnisse für die Patienten universitärer Notaufnahmen einer Großstadt:

Mehrheitlich geben die Befragten als Hauptmotiv Zeitautonomie, den Qualitätsstandard eines universitären Krankenhauses sowie die Option multidisziplinärer Untersuchungen während eines einzigen Termins an. Nur für eine Minderheit war die Substitution nicht oder spät verfügbarer Haus- oder Facharzttermine entscheidend für das Aufsuchen der Notaufnahme.
Auch zur Mit- oder Weiterbehandlung wurden Befragte aus dem ambulanten System auf die Ressourcen der Notaufnahmen verwiesen. Einige Patienten hatten sich vor dem Hintergrund der 24/7-Verfügbarkeit nur eingeschränkt um einen Termin in einer niedergelassenen Praxis bemüht.

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 08.06.2017