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Einfluss subjektiv wahrgenommener und bewerteter individueller Charakteristika auf das Inanspruchnahmeverhalten von Patienten mit depressiven Störungen

Eine Ergänzung des Behavioral Model of Health Services Use

 

Projektkennung VfD_15_003612
Laufzeit von 04/2015 bis 04/2016
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Trägt eine Ergänzung subjektiv wahrgenommener und bewerteter individueller Charakteristika im „Behavioral Model of Health Services Use“ dazu bei, das Inanspruchnahmeverhalten von Patientinnen und Patienten mit Depressionen besser zu erklären?
Kann durch die Ergänzung subjektiv wahrgenommener und bewerteter individueller Charakteristika die Inanspruchnahme von Versorgungsleistungen besser vorhergesagt werden als durch etablierte Operationalisierungen? (quantitativ)
Welche subjektiven Theorien haben Patienten und Patientinnen mit Depressionen bezüglich ihrer Inanspruchnahme von Versorgungsleistungen? (qualitativ)
Hintergrund / Ziele Das Projekt ist der analytischen Versorgungsforschung (Deutsche Forschungsgemeinschaft, 2010) zuzuordnen und untersucht Einflussfaktoren auf das Inanspruchnahmeverhalten von Menschen mit Depressionen. Als theoretisches Modell wird das „Behavioral Model of Health Services Use“ herangezogen, in welchem aber subjektive Wahrnehmungen und Bewertungen bisher nur wenig berücksichtigt sind.
Das Projekt zielt im Speziellen darauf ab, die individuellen Charakteristika des „Behavioral Model of Services Use“ zu integrieren und Zusammenhänge zwischen subjektiv wahrgenommenen und bewerteten individuellen Charakteristika und dem Inanspruchnahmeverhalten aufzudecken.
Methodik Es wird eine Querschnittstudie mit Mixed-Methods Ansatz realisiert. Im Rahmen des exploratory sequential designs werden die qualitativen Daten zur Erklärung der quantitativen Zusammenhänge eingesetzt. Um die heterogenen Versorgungspfade zu berücksichtigen, erfolgt die Patientenrekrutierung in drei Versorgungsbereichen (stationäre, ambulante und hausärztliche Versorgung) sowie in der nicht-professionellen Versorgung (Selbsthilfegruppen). Eingeschlossen werden Personen auf der Basis ihrer Depressionssymptomatik (Patient Health Questionnaire (PHQ-9)).
Im ersten Schritt werden n=242 Patienten quantitativ befragt. Hierbei werden mögliche modellergänzende individuelle Charakteristika sowie die Inanspruchnahme erfasst. Zusätzlich zu den bereits etablierten objektiven individuellen Charakteristika (z.B. Alter, Einkommen, Krankenversicherung, Depressivität, subjektive Gesundheit) werden subjektive Krankheitsvorstellungen, wahrgenommene Barrieren der Inanspruchnahme und wahrgenommener Versorgungsbedarf im Selbstbericht erfragt.
In der folgenden qualitativen Erhebung werden n=20 Personen aus der quantitativen Stichprobe ausgewählt und mithilfe der Struktur-Lege-Technik nach Scheele und Groeben (2010) zu ihren subjektiven Theorien zur Inanspruchnahme befragt. Durch gezieltes Sampling werden pro Versorgungsbereich n=5 Patientinnen und Patienten ausgewählt, die Versorgungsleistungen in unterschiedlichem Ausmaß in Anspruch genommen haben. Die Ergebnisse aus der quantitativen Befragung werden den Befragten vorgelegt und dienen als Grundlage.
Datenbasis Primärdaten
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: 20)
   Befragung paper pencil  (Stichprobengröße: 242)
Studiendesign Querschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 18 bis 99 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 14.04.2015