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PsoPrefer - Erhebung von Patientenpräferenzen in der Psoriasisbehandlung

Vergleich gesundheitsökonomischer Verfahren für die Nutzenbewertung nach §35 SGB V

 

Projektkennung VfD_PsoPrefer_14_003701
Laufzeit von 06/2014 bis 10/2017
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Welche Methoden sind aus Patientensicht am besten geeignet, individuelle Wichtigkeiten für einzelne Therapieziele zu erheben?
Welche der identifizierten Verfahren weisen hinsichtlich Validität und Praktikabilität die besten Eigenschaften auf? Stimmen die ermittelten Wichtigkeiten von Therapiezielen zwischen den Methoden überein oder weichen sie voneinander ab?
Ist eines oder sind mehrere der Verfahren unmittelbar für die Nutzenbewertung nach §35b SGB V anwendbar?
Hintergrund / Ziele Die Psoriasis ist mit einer Prävalenz von 2% bis 3% eine der häufigsten chronischen Hauterkrankungen weltweit. Patienten leiden unter einer erheblichen Krankheitslast und großen Einbußen in der Lebensqualität. Zur Behandlung der Psoriasis, die in unterschiedlichen Formen auftreten kann, liegen verschiedene Therapieansätze vor. Zu diesen gehören topische Therapien sowie UV-Behandlung und im Falle einer mittelschweren bis schweren Psoriasis diverse klassische Systemtherapeutika und Biologika. Jede Behandlung weist unterschiedliche Eigenschaften auf, die zur Bewertung ihres Nutzens gegenüber den zur Verfügung stehenden Alternativen dienen. Die Behandlungen unterscheiden sich in Charakteristika wie z. B. Nebenwirkungsprofil, Effektivität, Kosten und in Prozesseigenschaften wie der Applikationsform und -häufigkeit.
Um Behandlungsalternativen innerhalb eines bestimmten Indikationsgebietes einer Kosten-Nutzen-Bewertung gemäß §35b SGB V unterziehen zu können, fordert der G-BA die Zusammenführung der für den Patienten relevanten Nutzenparameter (Morbidität, Mortalität und Lebensqualität) zu einem Gesamtnutzen. Um eine Aggregation von Nutzenparametern im Sinne eines Gesamtnutzens zu ermöglichen, können die Ergebnisse, die sich in einzelnen Endpunkten zeigen, auf Basis von Patientenpräferenzen gewichtet und aggregiert werden. Bisher verwendet das IQWiG kein standardisiertes Verfahren zur Priorisierung und Gewichtung patientenrelevanter Endpunkte. Mit wachsendem Fokus auf die Beteiligung von Patienten bei der Bewertung von Therapien werden im Auftrag des IQWiG gegenwärtig das Verfahren der Conjoint-Analyse und der Analytische Hierarchie Prozess (AHP) zur Messung von Patientenpräferenzen hinsichtlich ihrer Eignung für Nutzenbewertungen geprüft. Daneben sind jedoch auch Fragetechniken wie Standard Gamble und Time Trade-off oder besonders im Bereich der Dermatologie der methodische Ansatz des Patient Benefit Index (PBI), ein Fragebogen zur Bewertung des patientenberichteten Therapienutzens, bekannt.
Vor diesem Hintergrund soll das geplante Projekt die Erhebung von Patientenpräferenzen in der Psoriasisbehandlung analysieren. Dabei gilt es gesundheitsökonomische Verfahren zur Präferenzmessung zu identifizieren und in Bezug auf deren Praktikabilität, Validität und in Hinsicht auf die Möglichkeit der unmittelbaren Verwendung für die Nutzenbewertung nach §35 SGB V zu evaluieren.
Methodik Bei dem vorliegenden Studienvorhaben handelt es sich um eine nicht-interventionelle computerbasierte Befragungsstudie an erwachsenen Psoriasis-Patienten zu zwei Zeitpunkten (T1, T2). Diese beantworten zu T1 Fragen hinsichtlich ihrer Schmerzen und Juckreiz durch die Psoriasis, ihrer gesundheitsbezogenen Lebensqualität (DLQI) und zu Nebenwirkungen durch die vorherige Therapie mittels validierter Fragebögen bzw. Scores. Die objektive Schwere der Psoriasis wird mittels des PASI (Psoriasis Area and Severity Index) vom Arzt dokumentiert. Zu T2 werden obige Fragen und die Erhebung des PASI wiederholt, um die Veränderung der Endpunkte durch die neue Therapie zu ermitteln. Als Vergleich dient der Einsatz des Patient Benefit Questionnaires als Teil des PBI, in dem die Patienten berichten, inwieweit die Behandlung geholfen hat, einzelne Therapieziele zu erreichen. Die Gewichtung der Therapieziele ergibt sich aus den zu T1 zusätzlich eingesetzten Verfahren Conjoint Analyse, Analytischer Hierarchieprozess und Patient Needs Questionnaire (Teil des PBI). Nach jedem Verfahren erhält der Patient vier Fragen zur Ermittlung der Praktikabilität und Länge der Verfahren. Die Erhebung soziodemografi-scher und krankheitsspezifischer Daten dient für Subgruppenanalysen.
Datenbasis Primärdaten
Studiendesign Längsschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 18 bis 99 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 04.11.2015