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Kosten durch Blindheit und hochgradige Sehbehinderung in Deutschland - Implikationen für Gesundheitsforschung- und versorgung

 

Projektkennung VfD_15_003723
Laufzeit von 11/2015 bis 12/2017
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Wie hoch sind die Gesamtkosten, die der Gesellschaft durch Erblindung oder hochgradiger Sehbehinderung entstehen?
Wie hoch ist der Verlust an Lebensqualität, der durch Erblindung oder Sehbehinderung entsteht?
Hintergrund / Ziele Basierend auf Daten aus Deutschlands größtem Blindenregister im Rheinland konnten wir zeigen, dass bis 2030 aufgrund der Bevölkerungsalterung mit einer deutlichen Zunahme an Erblindung und Sehbehinderung in Deutschland zu rechnen ist. Aus anderen Ländern wissen wir, dass Erblindung und Sehbehinderung mit erheblichen Kosten für die Betroffenen, ihre Familien und die Gesellschaft verbunden sind. Hinzu kommt ein erheblicher Verlust an Lebensqualität, Selbstständigkeit und gesellschaftlicher Teilnahme, erhöhte Unfallraten und vermehrt Depressionen.
In Deutschland gibt es bislang keine Daten zu den Kosten und dem Einfluss von Erblindung und Sehbehinderung auf Lebensqualität und Nutzwerte(utility) von Betroffenen und ihren pflegenden Angehörigen. Augenheilkundliche Interventionen sind oft kosteneffektiv und wenden Erblindung und Sehbehinderung und die damit verbundenen Kosten sowie andere negative Auswirkungen ab. Ohne deutsche Daten hierzu wird es jedoch zunehmend schwieriger werden sicherzustellen, dass diese Interventionen sowie Neuerungen im Bereich Augenheilkunde im Gesamtgesundheitssystem weiterhin ausreichend berücksichtigt werden. Vor diesem Hintergrund werden Daten zu den Kosten von Erblindung und Sehbehinderung, den Auswirkungen auf Lebensqualität und Nutzwerte in Deutschland erhoben, um folgende Ziele zu verfolgen:
(1) Ermittlung der Gesamtkosten von Blindheit und Sehbehinderung, die in Deutschland pro Jahr anfallen;
(2) Emittlung des Verlusts an Lebensqualität und Nutzwerten;
(3) Modellierung der zukünftigen Entwicklung dieser Kosten basierend auf der Bevölkerung bis 2030.
Methodik Kosten: Die Bestimmung der Kosten gliedert sich in drei Schritte: Identifikation relevanter Ressourcen; Mengenerfassung des relevanten Ressourceneinsatzes; monetäre Bewertung der eingesetzten Ressourcen.
Teilnahme: Eine Teilnahme ist ab dem 18. Lebensjahr und einer Sicht von 6/18 oder geringer möglich. Die Teilnehmer werden über die folgenden Vereine und Verbände rekrutiert: Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V., Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. und PRO RETINA e.V.
Als Erhebungsinstrumente steht eine Papier-Bleistift- sowie eine online-Version zur Verfügung und es besteht die Möglichkeit, ein telefonisches Interview zu führen.
Statistik: Deskriptive Analyse der Inanspruchnahme einzelner Versorgungsleistungen. Prozentuale Analyse der Inanspruchnahme von Versorgungsleistungen. Darstellung der Gesamtkosten der Versorgungsleistungen durch Mittelwert und Standardabweichung für die Perspektive der Gesellschaft, aus Sicht der GKV und aus der Perspektive des individuellen Patienten. Zudem wird der Einfluss verschiedener Determinanten auf die Höhe der Krankheistkosten regressionsanalytisch bestimmt.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung online  (Stichprobengröße: k.A.)
   Befragung telefonisch  (Stichprobengröße: k.A.)
   Fragebogen  (Stichprobengröße: k.A.)
Studiendesign Querschnittstudie
Längsschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 18 bis 99 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 23.03.2016