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"... da gab es so wunderbare Schlaftabletten" - Verordnungen von Benzodiazepinen und Z-Substanzen an der Schnittstelle von Krankenhaus und Hausartzt

 

Projektkennung VfD_14_003735
Laufzeit von 01/2014 bis 07/2016
Webseitehttp://www.allgemeinmedizin.med.uni-goettingen.de/de/content/forschung/417.html
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Zu welchem Zeitpunkt kommen Patienten während einer stationären und/oder ambulanten Versorgung mit Benzodiazepine und Z-Substanzen in Kontakt?
In welchem Umfang werden Benzodiazepine und Z-Substanzen in einem Krankenhaus der Grund und Regelversorgung an >64-Jährige Patienten verordnet.
Welche Erfahrungen machen >64-Jährige Patienten während eines Krankenhausalltages im Umgang mit Benzodiazepinen und Z-Substanzen.
Wie schätzen Ärzte und Pflegekräfte die Häufigkeit des Einsatzes von Benzodiazepinen und Z-Substanzen ein und wie werden unerwünschte Nebenwirkunngen wahrgenommen?
Welche Erfahrungen macht das Pflegepersonal und Haus- und Krankenhausärzte im Umgang mit Benzodiazepinen und Z-Substanzen während ihres jeweiligen Alltages in Hausarztpraxen und Krankenhaus.
Welche interprofessionellen Interventionen sind nötig, um den Gebrauch von Benzodiazepinen und Z-Substanzen zu verringern.
Hintergrund / Ziele Das Projekt fokussiert auf die stationär-ambulante Schnittstelle. Diese wird als Dreh- und Angelpunkt für einen hohen und langzeitigen Gebrauch von Benzodiazepinen und Z-Substanzen exploriert sowie gleichzeitig als Chance gesehen, auf einen inadäquaten und möglicherweise verfestigten Medikamentengebrauch aufmerksam zu machen und diesen ggf. zu ändern. Für ein vertiefendes Verständnis der vielfältigen Konflikte und Interessen kombinierten wir gezielt und systematisch unterschiedliche Methoden (mixed methods-Design) - mit dem Ziel einer Bestandsaufnahme.
Aufbauend auf den Ergebnissen der Bestandsaufnahme, werden in sog. Fokusgruppen mit Krankenhausärzten, Pflegepersonal und Hausärzten Ideen gesammelt, was man gegen eine vorschnelle Verordnung von Schlaf- und Beruhigungsmittel tun kann und wie man darüber im Team und mit den Patienten sprechen sollte.
Diese Ideen werden zu Interventionen weiterentwickelt. Das können zum Beispiel interprofessionell ausgerichtete Fort- und Weiterbildungen sowie administrative Veränderungen sein, welche modellhaft umgesetzt und abschließend evaluiert werden.
Methodik Forschungsfrage 1:
Follow up-Studie anhand anonymisierter Routinedaten der AOK Nordost (Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin)
Forschungsfrage 2:
Chart Review zum Gebrauch psychotroper Medikamente in den koopererierenden Abteilungen (Geriatrie; Innere Medizin; Unfallchirurgie/Orthopädie, Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Minimal-invasive Chirurgie; Plastische, ästhetische und rekonstruktive Chirurgie, Operatives Brustzentrum, Urologie und Kinderurologie, Belegpraxis Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde).
Forschungsfrage 3 und 4:
Standardisierte Befragung von Patienten >64 Jahre und des ärztlichen und pflegerishchen Personals aus den oben genannten Abteilungen.
Forschungsfrage 5:
Leitfaden-gestützte Interviews mit Krankenhausärzten, Pflegepersponal und Hausärzten. Inhaltsanalytische Auswertung nach Mayring.
Forschungsfrage 6:
Partizipative Entwicklung einer Intervention unter Berücksichtigung der Ergebnisse aus Forschungsfragen 1-4 und deren Diskussion während Fokussgruppen-Diskussionen mit Krankenhausärzten, Hausärzten und Pflegepersonal.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung postalisch  (Stichprobengröße: 250)
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: 37)
   Gruppendiskussion/Fokusgruppe  (Stichprobengröße: 4)
   Befragung Face to face  (Stichprobengröße: 500)
   Chart-Review  (Stichprobengröße: 2.000)
Studiendesign Querschnittstudie
mixed methods-Design
Untersuchte Geschlechter nicht untersucht
Untersuchte Altersgruppen von 64 bis 99 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 29.07.2016