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Digit.Diet - Prüfung einer digitalen Methode zur Abschätzung der Nährstoffzufuhr bei Menschen mit psychischen Erkrankungen im Hinblick auf die Gesamtpraktikabilität der Methode

 

Projektkennung VfD_Digit.Diet_15_003769
Laufzeit von 11/2015 bis 04/2017
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Wie ist die Machbarkeit und Genauigkeit einer innovativen und anwenderfreundlichen Methode zur Erfassung des Ernährungsverhaltens von Patienten mit schweren psychischen Erkrankungen mittels Fotohandy zu beurteilen?
Hintergrund / Ziele Die Lebenserwartung von Patienten mit psychischen Erkrankungen ist deutlich reduziert im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung. Dies kann unter anderem auf ungesunde Lebensgewohnheiten, wie z.B. eine ungesunde Ernährung, zurückgeführt werden. Prävention und Intervention bezüglich der Ernährung von Patienten mit psychischen Erkrankungen werden angestrebt mit dem Ziel, zum einen die psychische Erkrankung zu lindern, aber auch assoziierten Komorbiditäten entgegenzuwirken.
Um das Zusammenspiel zwischen psychischen Erkrankungen und der Ernährung und insbesondere neue Interventionen zu untersuchen, werden valide Methoden zur Erfassung des Ernährungsverhaltens von Patienten mit psychischen Erkrankungen benötigt. Eine digitale Methode zur Erfassung der Ernährung mittels Fotohandy, welche bereits erfolgreich an gesunden Probanden getestet wurde, ist möglicherweise auch für Patienten mit psychischen Erkrankungen besonders gut geeignet.
In dem vorliegenden Vorhaben wird die digitale Methode verglichen mit anderen bereits validierten Techniken zur Erfassung des Ernährungsverhaltens wie z.B. einem einfachen Ernährungstagebuch und einem aufwändigen Wiegeprotokoll. Während die Machbarkeit und Genauigkeit dieser neuen Methode bei Patienten mit psychischen Erkrankungen geprüft werden kann, soll außerdem ein Einblick in das Ernährungsverhalten dieser Patientengruppen gewonnen werden.
Methodik Die digitale Methode soll an 40 Patienten mit F2-Diagnose (Psychosen) und 40 Patienten mit F3- Diagnose (affektive Störungen) erprobt werden. Um das Ernährungsverhalten zu bestimmen, werden diese Patienten über drei Tage ihr Essen und Trinken abfotografieren und die Fotos an das Studienteam übermitteln (z.B. mittels handelsüblichem Fotohandy). Zur Prüfung wird an einem der Tage zusätzlich ein konventionelles Wiegeprotokoll geführt und an einem anderen Tag zusätzlich ein Ernährungstagebuch mit geschätzten bzw. standardisierten Portionsgrößen ausgefüllt. Außerdem sollen Verzehrshäufigkeiten für verschiedene Lebensmittelkategorien geschätzt werden. Am Ende der drei Tage wird ein Zufriedenheitsfragebogen bezogen auf die Messmethoden beantwortet. Die Datenerhebung wird nach etwa vier Wochen wiederholt mit dem Ziel intrapersonelle Schwankungen zu erfassen. Basierend auf den Bildern, den Ernährungstagebüchern und den Wiegeprotokollen werden die Lebensmittel und Portionsgrößen bestimmt und in ein Programm zur Nährwertbestimmung (DGExpert) übertragen. Die verschiedenen Erhebungsmethoden werden hinsichtlich der Machbarkeit und Genauigkeit verglichen. Außerdem wird das Essverhalten der Patienten ernährungswissenschaftlich beurteilt.
Datenbasis Primärdaten
   Beobachtungen  (Stichprobengröße: 80)
Studiendesign Querschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 18 bis 65 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 04.11.2016