[Zurück zur Trefferliste]

„Kann bei einer rechtsseitigen Hirnschädigung mit linksseitigem Neglect die „Neurokognitive Rehabilitation“ die Raumrepräsentanz im taktil- kinästhetischen und visuellen Bereich verbessern?“

-Eine multizentrische doppelblinde randomisiert kontrollierte Pilotstudie-

 

Projektkennung VfD_16_003790
Laufzeit von 11/2016 bis 05/2017
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Die primäre Forschungsfrage lautet: „Wie wirkt sich eine vierwöchige NKR im Vergleich mit einer ergotherapeutischen Standardtherapie auf den Neglect im Bereich der taktil-kinästhetischen und visuellen Wahrnehmung bei Patienten mit rechtshemisphärischer Schädigung aus?“
Hypothese 1:
Die NKR beeinflusst den motorischen Neglect im taktil-kinästhetischen und visuellen Bereich signifikant höher als eine ergotherapeutische Standardtherapie.
Nullhypothese 1:
Es gibt keinen signifikanten Unterschied der Repräsentation im taktil-kinästhetischen und visuellen Bereich bei Neglectpatienten zwischen der Gruppe der NKR nach Perfetti und der ergotherapeutischen Standardtherapie.
Die sekundäre Forschungsfrage lautet: „Wie wirkt sich eine vierwöchige NKR im Vergleich mit einer ergotherapeutischen Standardtherapie auf den Neglect im Bereich Funktion, Aktivität und Teilhabe aus bei Patienten mit rechtshemisphärischer Schädigung aus?“
Hypothese 2:
Die NKR beeinflusst die Funktion, Aktivität und die Teilhabe von motorischen Neglectpatienten signifikant höher als eine ergotherapeutische Standardtherapie.
Nullhypothese 2:
Es gibt keinen signifikanten Unterschied einer Verbesserung der Funktion, Aktivität und der Teilhabe bei Neglectpatienten zwischen der Gruppe der NKR und der ergotherapeutischen Standardtherapie.
Hintergrund / Ziele Hintergrund:
Bei einem Drittel der Patienten mit einer rechtsseitigen Hirnschädigung kommt es zu Vernachlässigungsphänomenen mit Nichtbeachtung des kontraläsionalen Raumes und multisensorischen Ausfällen der linken Körperseite. Aufgrund der Neuroplastizität des Gehirnes erreichen einige Patienten in den ersten 10 Wochen eine Spontanerholung, doch bei 40% der Betroffenen ist der Verlauf chronisch und hat erhebliche Auswirkungen auf eigenständiges Handeln im Bereich der Funktion, der Aktivität und in der Partizipation.
Ergotherapeuten bieten ein breites Feld von Behandlungs- und Unterstützungsmöglichkeiten um Patienten mit akuten Erkrankungen aber auch mit chronischen Verläufen zur größtmöglichen Selbständigkeit zu führen und somit die Lebensqualität deutlich zu verbessern. dieser Studie soll das Therapiekonzept der NKR als möglicher Therapieansatz erforscht werden um möglicherweise eine wirksame Methode zur Rehabilitation von Schlaganfall- oder schädelhirnverletzten Patienten darzustellen.
Ziele:
Die NKR könnte angemessen sein, taktil-kinästhetische und visuelle Wahrnehmung bei rechtshemisphärischer Schädigung zu verbessern und damit auf die Bereiche von Funktion, Aktivität und Teilhabe des Patienten einzuwirken.
Methodik Die Studie ist als prospektive konfirmatorische Studie angelegt. Um stichhaltige Ergebnisse zu erhalten wird eine doppelblinde multizentrische randomisierte kontrollierte Pilotstudie mit zwei Armen (Experiementelle Gruppe und Kontrollgruppe)in mehreren ergotherapeutischen Praxen durchgeführt.
Die Zuordnung der Patienten zu einer der beiden Gruppen erfolgt nach dem Zufallsprinzip (einem Verteilungsschema, das vor Studienbeginn und nach der Baselinemessung festgelegt wird). Dies hat den Zweck, eine möglichst hohe wissenschaftliche Aussagekraft der Studie zu erreichen. Die Randomisierung wird unabhängig von den Patienten, den Therapeuten und dem Prüfer erfolgen. Es sind sowohl die Patienten geblindet als auch der Prüfer.
Datenbasis Primärdaten
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: 18)
   Beobachtungen  (Stichprobengröße: 18)
   Experiment  (Stichprobengröße: 18)
Sekundärdaten
   Niedergelassene Ärzte  (Stichprobengröße: 18)
   Krankenhäuser  (Stichprobengröße: 18)
Studiendesign Randomisierte kontrollierte Studie (RCT)
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 40 bis 80 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 04.11.2016