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EMASPOT - Systematic screening for comorbid psychological conditions in cardiac ACSC patients with multi-morbidity in the ED

 

Projektkennung VfD_EMASPOT_17_003845
Laufzeit von 06/2017 bis 04/2019
Webseitehttps://emanet.charite.de/
Status des Projekts laufend
GesamtprojektEmergency and Acute Medicine Network for Health Care Research
ProjektkuerzelEMANet

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Primärer Endpunkt:
Anteil von Patienten mit einer hohen Symptomlast für mind. eine der folgenden Erkrankungen: Depression, Alkoholabusus, Angststörungen, somatoforme Störungen (n=600). Die Symptomlast wird mithilfe validierter Instrumente erhoben.
Prävalenz psychischer Gesundheitsstörungen ermittelt durch strukturierte klinische Interviews (structured clinical interview -SCID ,n=200)
Prävalenz kodierter psychischer Gesundheitsstörungen in den Routinedaten (Krankenhausinformationssysteme)
Patienten-berichtetes Outcome nach 6 Monaten
Inanspruchnahme des Gesundheitssystems vor und nach dem Aufenthalt in der Notaufnahme
Steuerungskennzahlen für die Versorgung von Patienten mit psychischen Gesundheitsstörungen in der Notfallmedizin
Erwartungen von Patienten (n≈30) und Personal (n≈30) bezüglich der Notfallversorgung für Patienten mit psychischen Gesundheitsstörungen
Hintergrund / Ziele Die spezifischen Ziele von EMASPOT sind es in einer prospektiven Kohortenstudie die Prävalenz psychischer Erkrankungen wie z. B. Symptome einer Depression, Angststörung oder somatoformen Störungen bei multimorbiden Patienten mit ACSC zu ermitteln und den Einfluss psychischer Erkrankungen auf (a) die Nutzung von Angeboten des Gesundheitswesens und (b) die subjektiven Gesundheitsergebnisse von Patienten (follow-up nach sechs Monaten) in einer prospektiven Kohortenstudie zu untersuchen. Mittels qualitativer Interviews und Fokusgruppeninterviews soll die Erwartung der Patienten mit und ohne psychischer Begleiterkrankung gegenüber der Notaufnahmebehandlung und anderen ambulanten Gesundheitsdienstleistern sowie ebenfalls die Erwartung von in Notaufnahmen tätigen ärztlichen und pflegerischen Personals gegenüber dieser Patientengruppe ausgewertet werden.
Ein weiteres Ziel ist es die Prävalenz psychischer Erkrankungen und den damit verbundenen Ressourcenverbrauch und die Nutzungsmuster des Gesundheitswesens sowie damit einhergehende Kosten aufzudecken unter Nutzung der Routinedaten aus den Krankenhausinformationssystemen und dem Informationssystem der Krankenkassen. Hiermit möchten wir mögliche Leistungskennzahlen für zukünftige Interventionen identifizieren, die in den Routinedaten der Krankenhausinformationssysteme und den Routinedaten der Krankenkassen abgebildet sind. Auf diesen Ergebnissen basierend sollen Modelle, die zu einer höheren Übereinstimmung zwischen Behandlungsbedarf/-erwartung und Angeboten in der Akutversorgung multimorbider Patienten mit psychischen Erkrankungen führen, entwickelt werden.
Methodik Studienpopulation
Notaufnahmepatienten mit kardiovaskulären Ambulant Sensitiven Krankenhausdiagnosen (ASK), welche sich während des Studienzeitraumes in einer der beteiligten Notaufnahmen vorstellen.
Einschlusskriterien:
Alter ≥ 50 Jahre
Patient stellt sich mit mindestens einem kardiologischen Leitsymptom und/ oder mit mindestens einer Verdachtsdiagnose aus dem Katalog der ASK vor.
Ausschlusskriterien:
Patient ist nicht einwilligungsfähig (kognitive Einschränkungen, gesetzliche Betreuung)
Keine ausreichende sprachliche Kompetenz in einer der 4 angebotenen Sprachen (Russisch, Deutsch, Türkisch, Englisch).

Methodisches Vorgehen
EMASPOT verfolgt einen mixed-methods Ansatz.
Es wird eine prospektive Patientenbefragung durch-geführt, in der Screeningtools für psychische Erkrankungen enthalten sind. Mit diesen werden multimorbide Notaufnahmepatienten während oder nach dem Notaufnahmeaufenthalt auf psychische Erkrankungen untersucht. Geplant ist eine Studienkohorte von 600 Patienten, an einem Drittel der Patienten werden zwei Screening-Werkzeuge angewendet, um deren Vergleichbarkeit zu validieren. Die Behandlung der PatientInnen in der Notaufnahme wird durch die Teilnahme an der Studie nicht beeinflusst.

Um die Perspektive der Patienten und des Personals zu ermitteln werden qualitative Interviews durchgeführt, in denen nach einem semi-strukturierten offenen Fragebögen je circa 30 PatientInnen und medizinischer Personal (pflegerisch/ärztlich) befragt werden.

Zusätzlich werden Sekundärdaten aus dem Krankenhausinformationssystem für alle im Studienzeitraum in den teilnehmenden Notaufnahmen/Krankenhäusern behandelten Notfallpatienten mit kardialen Erkrankungen ausgewertet. Diese Routinedaten werden automatisiert abgefragt und umfassen demographische Informationen, Triagekategorie, Leitsymptom bei Aufnahme, Vitalparameter, Laborparameter, Prozesszeiten und Diagnosen.
Die Daten der (n=600) Teilnehmer der Primärbefragung werden mit den jeweiligen Daten der Patienten aus den Krankenhausinformationssystemen verknüpft, um Steuerungskennzahlen in den Routinedaten identifizieren zu können.
Datenbasis Primärdaten
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: 600)
   Gruppendiskussion/Fokusgruppe  (Stichprobengröße: 60)
Sekundärdaten
   Krankenhäuser  (Stichprobengröße: k.A.)
   Krankenkassen - GKV  (Stichprobengröße: k.A.)
Studiendesign Kohortenstudie (prospektiv)
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 18 bis 120 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 01.06.2017