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PINTU - Patientinnenteilnahme an multidisziplinären Tumorkonferenzen in der Brustkrebsversorgung - eine explorative Studie

 

Projektkennung VfD_PINTU_17_003846
Laufzeit von 06/2017 bis 05/2020
Webseitehttp://www.ukbonn.de/chsr
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Wie unterscheiden sich MTK mit und ohne Patientinnenteilnahme hinsichtlich Organisation, Interaktion und Patientinnenorientierung?
Wie erleben Patientinnen die Teilnahme und welche unmittelbaren kognitiven und emotionalen Auswirkungen hat die Teilnahme für die Patientinnen?
Wie bewerten die an der MTK teilnehmenden Versorger die Teilnahme von Patientinnen an MTK hinsichtlich Machbarkeit und Qualität der Entscheidungsfindung?
Hintergrund / Ziele Die Versorgung in der Onkologie ist komplex und erfordert die Zusammenarbeit vieler Spezialisten in multidisziplinären Teams. Ein zentrales Instrument dieser Versorgung sind sogenannte multidisziplinäre Tumorkonferenzen (MTK). In MTK werden die Diagnose und weitere Behandlung von Krebspatientinnen im Behandlungsteam diskutiert und Therapieempfehlungen entwickelt. Die Studienlage zu Risiken und Nutzen der Patientinnenteilnahme liefert jedoch bislang keine gesicherten Erkenntnisse. Ziel dieses Forschungsvorhabens ist daher die Untersuchung, wie MTK in der Brustkrebsversorgung mit und ohne Patientinnenteilnahme gestaltet sind und wie die Akteure die Patientinnenteilnahme bewerten.
Methodik In einer explorativen Studie werden MTK in sechs Brustzentren mit und ohne Patientinnenteilnahme mit einer Triangulation unterschiedlicher Methoden untersucht. Um einen möglichst tiefen Einblick in MTK zu erhalten, wird ein Mixed-Methods-Ansatz gewählt, wobei qualitative nicht-teilnehmende Beobachtungen der MTK videographisch aufgezeichnet, teilnehmende Versorger in Fokusgruppen qualitativ befragt sowie an der MTK teilnehmende Patientinnen mit einem standardisierten quantitativen Kurzfragebogen vor, im Anschluss an und vier Wochen nach der MTK interviewt werden.

Im qualitativen Teil werden Versorger zu Fokusgruppendiskussionen eingeladen. Die Ergebnisse werden inhaltsanalytisch ausgewertet. Daran anschließend werden videographierte teilnehmende Beobachtungen in MTK durchgeführt. Die Datenauswertung erfolgt zum einen durch Deskription und Gegenüberstellung der Organisation der MTK mithilfe der Videos, Transkripte, Beobachtungsprotokolle und Memos. Zu analysierende Aspekte sind etwa Qualifikation und Zahl der Teilnehmer, Dauer der MTK, Sitzordnung, Gesprächsanteile der Teilnehmer und technische Unterstützung. Zum anderen werden die erhobenen Daten anhand eines Schemas zur Erfassung der Qualität von MTK von mehreren Forschenden getrennt ausgewertet und anschließend verglichen. Das Schema umfasst 15 beobachtbare Kriterien, die zu den vier Dimensionen Team, Infrastruktur der Sitzungen, Organisation und Logistik der Sitzungen sowie klinische Entscheidungsfindung zugeordnet werden können.

Im quantitativen Teil werden an der MTK teilnehmende Patientinnen vor und nach der Teilnahme mit einem Kurzfragebogen zu Progredienzangst, Therapiezuversicht, Gesundheitskompetenz, Informationsvermittlung und psychosozialem Informationsbedarf sowie ihren Erwartungen vor und den Erfahrungen nach der MTK befragt. Zuletzt werden die verschiedenen Datenquellen als Mixed-Methods-Matrix personenbezogen gematcht und somit im Sinne einer Methodentriangulation die qualitativen Ergebnisse zur Erklärung der quantitativen Ergebnisse herangezogen.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung postalisch  (Stichprobengröße: k.A.)
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: k.A.)
   Gruppendiskussion/Fokusgruppe  (Stichprobengröße: k.A.)
   Beobachtungen  (Stichprobengröße: k.A.)
Studiendesign Beobachtungsstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich
Untersuchte Altersgruppen nicht untersucht
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 08.06.2017