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PATENT - Entwicklung und Evaluation eines Konzepts zur patientenorientierten Teamentwicklung in Rehabilitationskliniken

Design and evaluation of a patient-orientated team development intervention program in medical rehabilitation clinics

 

Projektkennung VfD_PATENT_11_001628
Laufzeit von 09/2011 bis 02/2015
Webseitehttp://www.medsoz.uni-freiburg.de
Status des Projekts abgeschlossen

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Das Ziel der Studie war die Entwicklung und Evaluation eines Konzeptes zur Patientenorientierten Teamentwicklung. Insbesondere sollte der Fragestellung nachgegangen werden, inwiefern durch die Teamentwicklung die interprofessionelle Teamarbeit sowie die Patientenorientierung verbessert werden kann.
Es ist davon auszugehen, dass durch eine gezielte Teamanalyse und -entwicklung neben der Teamarbeit auch die Patientenorientierung optimiert werden kann.
Hintergrund / Ziele In der medizinischen Rehabilitation besteht wie auch in den anderen Bereichen der medizinischen Versorgung die Notwendigkeit, aus dem bislang arztorientierten System ein patientenorientiertes System zu entwickeln.

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen fordert 2007 durch eine Orientierung am Ablauf der Behandlung der Patienten neue Kooperationsformen und eine bessere Integration der Behandlungsbausteine. Bislang gibt es hierfür keine Empfehlungen. Ziel der Studie war die Entwicklung und Evaluation eines evidenzbasierten patientenorientierten Teamentwicklungssystems zur Verbesserung der Patientenorientierung in Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation. Die Entwicklung der Intervention erfolgte in einer Pilotstudie durch die Befragung von Experten (Führungskräften, Mitarbeiter) und Patienten zu den Dimensionen der Patientenorientierung. Anschließend wurde die Intervention in einer cluster-randomisierten kontrollierten Interventionsstudie evaluiert. Zusätzlich fand eine Prozessevaluation statt. Als Ergebnis wurde neben der höheren Patientenorientierung eine verbesserte Teamarbeit, Zufriedenheit, und –Teamkultur erwartet, was sich wiederum positiv auf die Behandlungsqualität und den Behandlungserfolg in der Klinik auswirken sollte.
Methodik In der Pilotstudie wurden mittels Fokusgruppen (Patienten), Gruppeninterviews (Mitarbeiter) und Einzelinterviews (Führungskräfte), die Bedürfnisse, Wünsche, Anliegen, Förderfaktoren und Barrieren bezüglich der Teamentwicklung eruriert. Es wurde auf dieser Basis ein Teamentwicklungskonzept entwickelt, welches in fünf Rehabilitationskliniken eingesetzt und sowohl formativ (Teilnehmerbefragung) als auch summativ (cluster-randomisierte kontrollierte Studie mit schriftlichen Patienten- und Mitarbeiterbefragungen) evaluiert wurde.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung postalisch  (Stichprobengröße: k.A.)
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: k.A.)
   Gruppendiskussion/Fokusgruppe  (Stichprobengröße: k.A.)
Studiendesign cluster-randomisierten kontrollierten Interventionsstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 18 bis 65 Jahre
Ergebnisse Insgesamt zeigten sich ein hoher Bedarf und sehr heterogene Anliegen bezüglich der Teamentwicklung über die befragten Kliniken hinweg. Deshalb wurde ein klinikspezifischer bzw. bedarfsorientierter Ansatz, welcher auf der systemischen Theorie basiert und ziel- und problemlöseorientiert ist, zu einem Gesamtkonzept der Teamentwicklung integriert. Dabei steht im Vordergrund, dass Impulse gegeben werden, Ressourcen im Team genutzt werden und ein selbstgesteuerter Lösungsprozess unterstützt wird (Lernende Organisation). Die Teamentwicklung erfolgt durch zwei Berater und gliedert sich in die Phasen/Termine: Auftragsklärung, Zielfindung, Lösungsentwicklung und Abschluss (Evaluation und Nachhaltige Implementierung). Der Prozess der Teamentwicklung wurde von den Beteiligten sehr positiv wahrgenommen und führte aus Sicht der Mitarbeiter zu einer Verbesserung der Teamorganisation, Wissensintegration und Verantwortungsübernahme. Darüber hinaus konnte mit Hilfe der Teamentwicklung in einigen Kliniken auch das Wohlbefinden der Mitarbeiter verbessert und die Kündigungsabsicht reduziert werden.

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 29.01.2016