[Zurück zur Trefferliste]

GNN - Deutsches Frühgeborenen-Netzwerk

German Neonatal Network

 

Projektkennung VfD_GNN_08_001659
Laufzeit von 11/2008 bis 10/2014
Webseitehttp://www.vlbw.de
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Ziel des Projektes ist die Etablierung eines Deutschen Frühgeborenen-Netzwerks, das (1) die Effekte genetischer und klinischer Risikofaktoren, (2) die Einflüsse zentrumsspezifischer Behandlungsstrategien und (3) die Auswirkungen randomisierter Studien
auf die langfristige Entwiklung von Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht unter 1500 Gramm untersucht.
Hintergrund / Ziele In allen Populationen wird etwa ein Prozent aller Neugeborenen zu früh und mit einem Geburtsgewicht unter 1.500 Gramm geboren. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern existiert in Deutschland bisher kein neonatologisches Forschungsnetzwerk, das die Daten dieser Kinder sammelt, auswertet und die kurzfristigen und insbesondere die langfristigen Effekte einer zu frühen Geburt analysiert. Ziel ist daher die Etablierung eines Deutschen Frühgeborenen-Netzwerks, das die Effekte genetischer und klinischer Risikofaktoren, die Einflüsse zentrumsspezifischer Behandlungsstrategien und die Auswirkungen randomisierter Studien auf die langfristige Entwicklung dieser Frühgeborenen untersucht. Es ist geplant, mehr als 20.000 Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht unter 1.500 Gramm in die Studie einzubeziehen und die Entwicklung dieser Kinder sechs Jahre lang zu verfolgen. Von allen an der Studie teilnehmenden Frühgeborenen werden zu drei Zeitpunkten Daten erhoben: während des stationären Aufenthaltes nach der Geburt, im Alter von zwei Jahren und im Alter von sechs Jahren. Es wird insbesondere untersucht, welche Faktoren die Entwicklung der Frühgeborenen positiv beeinflussen. Darüber hinaus wird auch nach Risikofaktoren für eine zu frühe Geburt und Erkrankungen der Frühgeborenen gesucht. Sollte es gelingen z. B. genetische Risikofaktoren für die zu frühe Geburt oder Erkrankungen Frühgeborener zu identifizieren, so könnte durch eine genetische Untersuchung der Schwangeren das Risiko für eine zu frühe Geburt genauer abgeschätzt und prophylaktisch wirksame Medikamente entwickelt werden. Dies gilt auch für die Erkrankungen Frühgeborener. Durch die Studie könnte es möglich werden, Frühgeborene mit einem hohen Risiko für bestimmte Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und vorbeugend zu behandeln.
Methodik Es handelt sich um eine prospektive Kohortenstudie, in die Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht unter 1500 Gramm während des ersten stationären Aufenthaltes eingeschlossen werden. Klinische Daten werden mittels standardisierter Fragebögen erhoben. Die Daten werden in regelmäßigen Abständen gemonitort. Im Verlauf werden die Eltern zur weiteren Entwicklung der Kinder befragt (im Alter von 1, 2, 4 und 8 Jahren) und die Kinder untersucht (im Alter von 2, 4 und 8 Jahren). Da auch genetische Faktoren einen Einfluss auf die Entwicklung der Kinder haben könnten, werden Bioproben zur DNA-Gewinnung asserviert und im Verlauf untersucht.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung postalisch  (Stichprobengröße: 10.000)
Sekundärdaten
   Krankenhäuser  (Stichprobengröße: 10.000)
Studiendesign Kohortenstudie (prospektiv)
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 0 bis 8 Jahre
Ergebnisse Siehe Publikationen unter http://www.vlbw.info/publikationen.html
Eine Auswahl finden Sie unter "Veröffentlichungen".

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 18.09.2012