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KULTINFO - Kultursensitive Patienteninformationen für Patientinnen und Patienten mit Migrationshintergrund und einer chronischen Erkrankung

 

Projektkennung VfD_KULTINFO_11_001869
Laufzeit von 05/2011 bis 04/2014
Webseitehttp://www.forschung-patientenorientierung.de/index.php/projekte/zweite-foerderphase/modul-drei-phase-2/kultursensitive-patienteninformationen-...-hoelzel.html
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Haben kultursensitive Patienteninformationen einen höheren subjektiven Nutzen als standardübersetzte Informationen?
Hintergrund / Ziele Von den in Deutschland lebenden ca.15 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund (19% der Bevölkerung) werden viele nur unzureichend von den bestehenden Gesundheitsangeboten erreicht. In der Literatur wird oft auf die Notwendigkeit kulturell angepasster Informationsmaterialien für Patienten mit Migrationshintergrund, als einen Weg zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung, hingewiesen.
In der Studie sollen kultursensitive Patienteninformationen für Patienten mit Migrationshintergrund und chronischer Erkrankung (Depression oder chronischem Kreuzschmerz) entwickelt und evaluiert werden. Dabei soll geprüft werden, ob kultursensitive Patienteninformationen einen höheren subjektiven Nutzen als standard-übersetzte Informationen haben.
Methodik Die Implementierung und Evaluation der kultursensitiven Patienteninformationen erfolgen im Rahmen einer doppelblinden randomisiert-kontrollierten Studie in vier Studienzentren (Freiburg/Lörrach; Leipzig; Hamburg; Oberhausen/Mülheim/Duisburg) mit Patienten mit türkischem, polnischem oder italienischem Migrationshintergrund sowie (Spät-) Aussiedlern aus der ehemaligen Sowjetunion mit der Diagnose einer depressiven Störung oder chronischen Kreuzschmerzen.
In der Interventionsgruppe werden im Rahmen der ärztlichen Konsultation kultursensitive Patienteninformationen verwendet. In der Kontrollgruppe werden standardübersetzte Patienteninformationen eingesetzt. Die Patienten werden mittels national und international etablierter, sprachlich-kulturell adaptierter Fragebögen nach der Indexkonsultation sowie nach 8 Wochen und 6 Monate befragt. Dabei werden neben der Erfassung der primären Zielgröße (subjektiver Nutzen) auch Daten zu sekundären Zielgrößen (Kenntnisse über Behandlungsmöglichkeiten; Erkrankungs- und Behandlungsakzeptanz sowie Adhärenz; Zufriedenheit mit der Behandlung) erhoben. Zusätzlich werden die Hausärzte bzgl. der Praxisrelevanz kultursensitiven Patienteninformationen befragt.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung postalisch  (Stichprobengröße: 480)
   Gruppendiskussion/Fokusgruppe  (Stichprobengröße: k.A.)
Studiendesign Längsschnittstudie
Randomisierte kontrollierte Studie (RCT)
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen nicht untersucht
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 23.01.2015