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VBT - Verhaltensbezogene Bewegungstherapie (VBT) zur Optimierung der verhaltensmedizinischen orthopädischen Rehabilitation bei chronischem Rückenschmerz

 

Projektkennung VfD_VBT_11_001881
Laufzeit von 03/2011 bis 02/2014
Webseitehttp://www.forschung-patientenorientierung.de/index.php/projekte/zweite-foerderphase/modul-zwei-phase-2/vmo-vbt-pfeifer.html
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Welche kurz- und langfristigen Wirkungen ergeben sich durch die Einführung des verhaltensbezogenen bewegungstherapeutischen Programms in der verhaltensmedizinisch-orthopädischen Rehabilitation (VMO) für Menschen mit chronischen oder chronisch rezidivierenden Rückenschmerzen im Vergleich zum derzeit üblichen Vorgehen in der VMO? Die Haupthypothese lautet: das verhaltensbezogene bewegungstherapeutische Konzept führt im Vergleich zum üblichen Vorgehen in der VMO zu einer nachhaltigen Verbesserung des Rehabilitationsergebnisses bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen hinsichtlich rückenschmerzbedingter körperlicher Funktionseinschränkungen. Die Nebenhypothesen lauten: die Teilnahme an einem verhaltensbezogenen bewegungstherapeutischen Programm innerhalb der VMO führt bei Menschen mit chronischen und chronisch rezidivierenden Rückenschmerzen im Vergleich zum derzeit üblichen Vorgehen in der VMO zu einer stärkeren Verbesserung von schmerzbezogenen Kognitionen, zu einem nachhaltigeren Aufbau eines körperlich aktiveren Lebensstils, zu einer stärkeren Verbesserung der subjektiven Gesundheit, zu einer stärkeren Reduktion von Rückenschmerzepisoden sowie zu einer stärkeren Verbesserung der Schmerzbewältigung.
Hintergrund / Ziele Verhaltensmedizinisch-orthopädische Rehabilitation (VMO) ist in der Behandlung chronischer Rückenschmerzen kurzfristig wirksam. Ein zentraler Behandlungsbaustein sind bewegungstherapeutische Interventionen zur Verbesserung der körperlichen Fitness. Entwicklungspotential besteht bei bewegungstherapeutischen Interventionen in einer zielgerichteten Integration von verhaltensbezogenen Aspekten wie die Vermittlung von Selbstmanagementkompetenzen im Umgang mit Rückenschmerz und von Strategien zum Aufbau einer langfristigen Bindung an körperliche Aktivität. Eine differenzierte Aufarbeitung der Wirkmechanismen bewegungstherapeutischer Interventionen steht im Hinblick auf eine erfolgreiche und nachhaltige VMO noch aus. Im Projekt erfolgen daher a) die multizentrische Implementierung einer standardisierten verhaltensbezogenen Bewegungstherapie in eine bestehende VMO für Menschen mit chronischen Rückenschmerzen und b) die Evaluation spezifischer Effekte der optimierten Bewegungstherapie in der VMO im Vergleich zum üblichen Vorgehen in der VMO.
Methodik Die Studie wird in zwei stationären Rehabilitationseinrichtungen mit einem verhaltensmedizinisch-orthopädischen Behandlungskonzept zur Therapie chronischer Rückenschmerzen durchgeführt. Die Vorbereitungsphase beinhaltet die Organisation der Programmimplementierung, die Entwicklung der Intensivschulung für die Bewegungstherapeuten, methodische Vorbereitungen sowie die Anpassung von Strukturen und Prozessen zur Rekrutierung und Randomisierung der Probanden. In der anschließenden Implementierungsphase wird die verhaltensbezogene Bewegungstherapie eingeführt und erprobt. Zur Qualitätssicherung wird der Implementierungsprozess unter Verwendung qualitativer und quantitativer Verfahren prozessbegleitend evaluiert. Im Anschluss erfolgt in der Interventionsphase die randomisierte Zuweisung der Rehabilitanden zu a) der üblichen VMO als Kontrollbedingung (KG) und b) der VMO mit einer optimierten verhaltensbezogenen Bewegungstherapie als Interventionsbedingung (IG). Die in diesem Zeitraum in den Kliniken behandelten und teilnahmebereiten Probanden werden zu Beginn und am Ende der Rehabilitation befragt. Um die mittel- und langfristigen Wirkungen der in Kontroll- und Interventionsgruppe durchgeführten Interventionen zu erfassen, erfolgt in der Follow-Up Phase die Erhebung der 6- und 12-Monats-Katamnese. Abschließend werden die Daten analysiert und ausgewertet.
Primäres Zielkriterium ist die rückenschmerzbedingte Funktionskapazität (FfbH-R) ein Jahr nach der Rehabilitation. Sekundäre Zielgrößen umfassen u.a. schmerzbezogene Kognitionen, Schmerz, Schmerzbewältigung, körperliche Aktivität, subjektive Gesundheit/Lebensqualität sowie motivationale und volitionale Determinanten der Verhaltensänderung.
Die Hypothesenprüfung erfolgt durch den Vergleich von Veränderungen in der Interventions- und Kontrollgruppe in primären und sekundären Endpunkten mittels eines linearen gemischten Modells im Verlauf der Messzeitpunkte t1-t4 unter Kontrolle bedeutsamer Baselineunterschiede.
Datenbasis Primärdaten
   Fragebogenerhebung vor Ort und postalisch  (Stichprobengröße: 214)
Studiendesign Randomisierte kontrollierte Studie (RCT)
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 18 bis 65 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 03.08.2012